Full text: Die Schweiz

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Mineral 
quellen 
Eisen 
Aufblühen der Töpferindustrie. Bonfvl bei Prun- 
trut liefert das gewöhnliche, feuerfeste Pruntruter- 
geschirr, Heimberg bei Thun feinere Töpferwaren, 
die Fayence. Nyon und Langenthal sind durch 
ihre Porzellanfabriken bekannt. Die Tonwarenindu 
strie muß durch eine beträchtliche Zufuhr aus dem 
Ausland ergänzt werden. So macht die Einfuhr 
von Porzellangeschirr allein infolge der hoch ent 
wickelten schweizerischen Hotelindustrie den Betrag 
von 3 Millionen Franken aus. 
Mineralquellen. Aus dem Boden des Lan 
des sprudeln viele Hunderte von Mineralquellen, 
deren Wasser zu Bädern oder als Getränk benutzt 
wird und bei manchen Leiden Genesung bringt. Für 
Tausende von Kranken ist die Heilwirkung des Mine 
ralwassers von unschätzbarem Wert. Außerdem tragen 
die Quellen zum Wohlstand des Landes bei, da 
sie als Sainmelpunkte der Kurbedürftigen aller Län 
der den für die Schweiz so wichtigen Fremden 
verkehr fördern. 
Als Mineralwasser gilt nur dasjenige, dessenGehalt 
an gelösten Mineralien 0,5 gr. auf den Liter über 
steigt. Am häufigsten sind die Heilquellen, die Gips, 
Magnesium, Natrium, Kalium, Schwefel oder Eisen 
führen. Die warmen Quellen oder Thermen, die 
mit bedeutender Wassermenge aus großer Tiefe oder 
aus dem Innern des Gebirges hervorbrechen, ent 
halten meist ebenfalls gelöste Mineralsubstanz. 
Einige der schweizerischen Mineralwässer werden als 
Tischgetränkc in den Handel gebracht, wie das Pas- 
sugger-, Eglisauer, Eptinger- und Birmenstorfer- 
wasser. Dazu kommt eine große Einfuhr auslän 
dischen Mineralwassers, das in vielen Fällen gut 
durch das einheimische ersetzt werden könnte. 
Nachfolgend sind einige der bekanntesten Heil 
quellen genannt: 
Eisenquellen: Fidcris, Passugg, St. Mo 
ritz und Schuls (alle in Graubünden).
	        
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