Full text: Die obligatorische Krankenversicherung

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ERSTER TEIL 
VERHÄLTNIS DER VERSICHERTEN MÄNNER UND FRAUEN 
UNTER DEN PFLICHTVERSICHERTEN UND FREIWILLIGEN MITGLIEDERN 
DER AUF GRUND DER RVO ERRICHTETEN KASSEN 
Tahr 
914 
1920 
L921 
1922 
1923 
1924 
19925 
Pflichtversicherte Frauen | Freiwillig versicherte Frauen 
auf je hundert auf je hundert 
pflichtversicherte Männer freiwillig versicherte Männer 
34,8 
37,4 
56,8 
56,4 
KA 3 
4,1 
141 
173,1 
184,1 
189,1 
193,4 
185,2 
168.4 
Man ersieht daraus, dass ungefähr ein Drittel der pflichtversicherten 
Mitglieder Frauen sind, während von den freiwillig versicherten Mitgliedern 
die Frauen beinahe zwei Drittel der Versicherten ausmachen. Im 
ganzen vermindert sich die Zahl der versicherten Frauen in den ersten 
Jahren nach dem Krieg (57,4 auf hundert pflichtversicherte Männer) 
mit der zunehmenden zeitlichen Entfernung vom Kriege. 
Die Berufszugehörigkeit der Versicherten 
Zahlen über die Berufszugehörigkeit der Versicherten werden in der 
Statistik des Deutschen Reiches nicht angegeben ; man kann aber gleichwohl 
nach der Gattung der Kassen die Versicherten wie folgt gruppenweise 
zusammMeENfaAasSsEN. 
ANNÄHERNDE VERTEILUNG DER VERSICHERTEN NACH IHREN BERUFEN 
HR DIE JAHRE 1914 UND 1924 (IN TAUSENDEN) 
- 7 
Berufsgruppe 
Lohnarbeiter in der Industrie 
Freiwillig Versicherte . . 
Tauspersonal. . . 0.0404 
Lohnarbeiter in der Landwirtschaft 
Hausgewerbetreibende. . . . - 
Lehrlinge ohne Entgelt . . . 
Unständige Arbeiter .. . 0.0008 008 0 
Bei den Knappschaftskassen Versicherte . 
Bei den Ersatzkassen Versicherte (insbesondere 
kaufmännische Angestellte} 
19924 ; 
12.498 
1.436 
1.112 
1,876 
232 
127 
120 
857 
Q50 
1914 
10.5838 
1.034 
1.281 
2.234 
246 
128 
139 
916 
290 
Zahl der Familienangehörigen von Versicherten, 
die Anspruch auf Sachleistungen haben 
Das Statistische Reichsamt hat für die Jahre 1914 und 1924 den Versuch 
siner Schätzung der Zahl jener Personen durchgeführt, die im Erkran- 
kungsfalle im satzungsmässig gewährleisteten Genuss der Familienhilfe 
stehen. Der Versuch ergab, dass im Jahr 1914 etwa 4,7 Millionen, im Jahre 
1924 etwa 14,3 Millionen Familienangehörige der Mitglieder der reichs- 
gesetzlichen Krankenkassen satzungsgemäss im Genuss der Familienver- 
sicherung standen. Nach einer Schätzung, die in einer von dem Verbande 
der Ärzte Deutschlands vorgelegten Denkschrift über die Kosten der 
Arzthilfe in der Krankenversicherung wiedergegeben ist. soll die gesamte
	        
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