Full text: Staatspapierkurs und Versicherungsgesellschaften

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sichtlich der Verkehrssteuem in Frage. Drittens käme in Betracht, 
den Besitzern der Staatsanleihen wirtschaftliche Vorteile ein 
zuräumen, also etwa die Möglichkeit, die Staatspapiere ent 
weder zu niedrigerem Lombardzinsfuß oder bis zu einem 
höheren Betrage ihres Wertes beleihen zu lassen. Ein wich 
tiger Vorzug wäre es, wenn der Mündelsicherheit der Staats 
papiere dadurch ein größerer Wert verliehen würde, daß in 
Zukunft neuen kommunalen Papieren und den neu emittierten 
Effekten anderer Anstalten öffentlichen Rechts die Mündel 
sicherheit nicht mehr eingeräumt würde. Ferner müßte eine 
wirklich aktive Tilgungspolitik getrieben werden, auch könnte 
daran gedacht werden, Einzahlungen auf das Reichs- und Staats 
schuldbuch bis zu Beträgen von 10 und 20 Mark herab zu 
gestatten, anstatt wie bisher Mindesteinzahlungen in Höhe von 
100 Mark zu fordern, wie dies z. B. von Wolf 1 ) vorgeschlagen 
wird. Durch Annahme dieses Vorschlages würde zwar den 
Sparkassen eine größere Konkurrenz bereitet, vor allzu starken} 
Wettbewerb wären sie aber dadurch geschützt, daß eine Lö 
schung im Schuldbuch nur in der Weise bewirkt werden kann, 
daß der geliehene Betrag nicht bar, sondern nur in Gestalt 
von Schuldverschreibungen abgehoben wird. Infolge dieser 
Neuerung wäre vielleicht auf dem Lande und in den Provinz 
städten eine intensivere Benutzung des Schuldbuches zu er 
warten. 
Das ist etwa der allerdings nicht große Kreis von Maß 
regeln, die seitens der Regierungen ergriffen werden könnten, 
um auf den Kurs der Staatsrenten einzuwirken. 
») a. a. O. S. 20.
	        
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