vom Arbeiter bei den einzelnen sich immer RE
verlangt wird, durchaus verschieden. 7
Wir sahen im River Rouge Plant von Ford in Detroit an einzelnen
Stellen des Fabrikationsbandes Arbeiter, die nu mit Jerfnstankung
aller ihrer physischen Kräfte und bei pause Oser Intensität der
Arbeit mitkamen. Ebenso konnten wir Arbeiter eöbachten —
am Zusammensetzband in Highland Park Plant % 1 For de
jeweils nach der Verrichtung der ihnen zukommenden eit
bequem Zeit blieb, sich umzusehen, das neue Wer stück zu
Srwarten, an sich herankommen zu lassen. Wir sahen einen Holz-
betrieb, der Radiokasten in Bandfabrikation herstellte; hier gaben
uns erst jüngst aus Deutschland eingewanderte Arbeiter selbst an,
dass das physische Tempo der Arbeit nicht anders sei als in einem
normalen deutschen Holzbetrieb. Unbestritten ist demgegenüber
wieder die maximale Ausnutzung der physischen Leistungskraft,
die in einem Chicagoer Versandwarenhaus bei hochentwickeltem
Bandsystembesteht. Das gleiche kann man wohl von der physischen
Intensität der Arbeit in den Chicagoer Fleischpackerfirmen sagen.
Hier ist eine Kombination zwischen Optimalorganisation des Be-
triebes mit Zwang zur physisch quantitativen Höchstleistung ein-
getreten. Hier erlebte der alte Gewerkschaftsgrundsatz: „Akkord-
arbeit ist Mordarbeit“, technisiert seine Auferstehung.
Dort, wo die in der fliessenden Produktion arbeitenden Betriebe
gewerkschaftlich organisiert sind, findet auch, sagen wir, eine
intellektuelle Kontrolle des physischen Arbeitstempos vom Arbeit-
nehmerstandpunkt aus statt. Aber auch da, wo diese aus sozialen
und ethischen Beweggründen herauswachsende Mitbestimmung der
Intensität der Arbeit nicht besteht, ist eine beliebige Beschleunigung
ausschiesslich unter dem Gesichtspunkt der quantitativen Inten-
Sivierung auch nicht möglich. Die Praxis hat ergeben, dass bei
einer gewissen Grenze das erreichte Maximum nicht mehr weiter
ZU entwickeln ist, dass die Kurve derLeistung von einem bestimmten
Punkte an steil abwärts geht. Über den Punkt, an dem jenes
Maximum erreicht ist, werden Arbeiter und Unternehmer sich aber
Selten einigen!
Bei der Beobachtung der Tatbestände, die sich als physische
dUaNÜtative Leistungssteigerung aus der Bedienung mehrerer
Maschinen durch eine Person oder aus der E rledigung verschiedener
Arbeiten durch eine Person kennzeichnen lassen, ergab sich ein
Resultat, das in einem gewissen Gegensatz zu den deutschen Ver-
hältnissen steht.
In Deutschland herrscht, im besonderen in der Textilindustrie, das
Bestreben, den Arbeiter möglichst viele Maschinen zugleich be-
dienen zu lassen; das gilt auch für andere Berufe. Ebenso werden
für einen Arbeiter Sen verschiedene Arbeiten kombiniert. In
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