lie verbunden durch eine politische Gemeinschaft als die
Auftraggeber für die sozialen Baubetriebe. in Frage kom-
men... Die Dewog hat den Zweck, als Konsumentenorgani-
sation die gemeinnützigen Baugenossenschaften, die als
Bauherren beim Wohnungsbau auftreten, zusammenzu-
schließen, und zwar sollen nur die Baugenossenschaften er-
faßt werden, die gemeinwirtschaftliche, das heißt so-
zialistische Ziele verfolgen. Die Dewor ist also als die
Produzentenorganisation von Wohnraum anzusehen und
ler Verband sozialer Baubetriebe als die betriebliche Or-
yanisation der Bauhütten.
Obwohl das ‘Ziel der/sozialisierten Betriebe die Gemein-
wirtschaft und Vollsozialisierung im Bauwesen herbeizu-
führen, auch heute unverändert geblieben ist. obwohl den
Führern der Bewegung klar ist, daß sie zur Erreichung des
Endzieles Zwischenstufen einschalten müssen, obwohl auch
neute nach die Vorzüge der Gemeinwirtschaft theoretisch
verkündet werden, haben die sozialen Baubetriebe diese
Programmpunkte in der Praxis nicht aufrechterhalten
können. Wie schon erwähnt. sind sie äußerlich zu der
Drivatwirtschaftlichen Form der Gesellschaft mit be-
schränkter Haftung und innerlich zu Maßnahmen überge-
zangen. die sie von der Betriebsführung und privatwirt-
schaftlichen Unternehmung in nichts mehr unterscheidet.
Dank des Eingriffs des Verbandes der sozialen Baubetriebe
nußten sie, wenn auch zögernd, auf dem Gebiete der Un-
xostenrechnung und der Erhaltung der Betriebs-
mittel
den anerkannten Regeln der Privatwirtschait folgen.
Schon 1913 weist Dr. Wagner darauf hin, daß es für seine
sozialisierten Betriebe unabweisbare Pflicht sei, der
Kapitalneubildung, der Erhaltung und Erneuerung der Pro-
Jluktionsmittel höchste Aufmerksamkeit zu schenken. Auf
den Aufgabenkreis des Verbandes der sozialen Baubetriebe
wurde bereits hingewiesen. Sein Ziel. die kaufmännische
Organisation und die Buchhaltung der Betriebe in die Hand
zu bekommen und nach einheitlichem Muster bei den Bau-
betrieben durchzuführen, ist zweifellos erreicht, Dahirn-
gehende Klagen bzw. Schäden sind weniger mehr bekannt
geworden, Zurzeit wird besonderer Wert darauf gelegt,
An technischer Beziehung die Rationalisierung durchzufüh-
ren. Die Bemühungen, die hier zutage treten, sind durch-
aus anerkennenswert und werden den Erfolg, der damit
Srwartet wird, sicherlich bringen. Damit ist aber nicht be-
wiesen, daß für diese Notwendigkeit moderner Wirt-
Schaftsführung im Baugewerbe die sozialen Bauhütten
richtunggebend wären. Im Gegenteil ist der Zwang zur
Rationalisierung unter den derzeitigen Umständen, in der
lie Wirtschaft in Deutschland, und man kann auch. wohl
sagen, in der. Welt sıch vollzieht, eine ausgesprochene
zwingende Maßnahme der privaten kapitalistischen Wirt-
schaftsführung, die sich die sozialen Baubetriebe ZWangs-
läufig zu eigen machen.
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