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keine Macht über sich anerkannte — auch politisch hatte er
sich freier gemacht —, weil er als Individuum, als Kapi—
kalist, als Händler der ganzen Welt frei gegenüberstand,
wollte er ebensowenig wie eine Zwischenperson zwischen sich
und der Welt, länger eine Zwischenperson zwischen sich und
Gott dulden Er protestierte gegen einen solchen
Zustand der Versklavung.
Er schaffte den Papst und die Heiligen ab, er wurde
zu seinem eigenen Priester. Jeder hatte seinen eigenen
Priester in sich selbst, jeder stand unmittelbor Gott gegen—
uͤber. Das lehrten Luther und Kalvin.
Das war die protestantische Religion, das bürgerliche
Selbstbewußtsein, das mit dem Emporkommen der mo—
dernen kapitalistischen Warenproduktion auf—
kam und in den Ländern, die sich bürgerlich entwickelten,
Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Holland, England,
erstarkte.)
Auch hier ist wieder die Religion ein Bild des gesell—
schaftlichen Lebens. So individualistisch der Bürger, so in—
dividualistisch seine Religion; so einsam wie er, ist auch
sein Gott.
Je kräftiger, namentlich seit der Entdeckung Amerikas
und Indiens, der Kapitalismus wird, je rascher und stärker
Handel und Industrie wachsen und auf dem Lande die
Produktion für den eigenen Bedarf abnimmt, für den Ver—
kauf zunimmtt, je mehr alle Produkte zu Waren und alle
Menschen zu Warenproduzenten und zu Warenverkäufern
werden, je allgemeiner und schwerer durch immer bessereé
Werkzeuge und Verkehrsmittel der gesellschaftliche Kampf
aller gegen alle unter dem Kapitalismus wird, um so mehr
wird der Mensch im blonomischen Leben und also auch in
seinem Geist vereinsamt. Die, Menschen kommen mit der
Entwicklung des modernen Kapitalismus immer mehr
unter die Herrschaft ihrer Produkte; die Produkte bekom—
men gleichsam menschliche Macht über sie; sie selbst wer⸗
den behertscht, als ob sie Dinge wären, und alles bekommt
zu dem Gebtauchswert, den die Produkte für die Menschen
haben, einen abstrakten Tauschwert. Die Menschen in sol—
Hher Gesellschaft müssen, wie Maxx sagt, dazu kommen, ein—
ander als Abstraktivnen, als abstrakte Objekte des Tausch—
werls, anzusehen; ihr Gott muß zu einem abstrakten Be—
griff werden.
*) Nur die ninen Städte blieben
zkonomischer Ursachen. Die Herrschaft des
Herrschaft Italiens über die christliche Welt.
atholisch, auch infolge
Papstes bedeutete die