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zum Kampfe, sie macht sie geistig, moralisch und materiell
zur mächtigsten Klasse. Die alten Produktionsverhältnisse,
der Privatbesitz sind für die moderne Arbeit zu eng ge⸗
worden; die Arbeit ist gesellschaftlich geworden; nur dei
gesellschaftlichem Besitz kann sie verrichtet werden um sich
frei entfalten Die in den Ueberresten des Kleinbetriebs,
in Altiengsellschaften und Trusts eingeengte Technik for⸗
dert gemeinschaftlichen Besiß, um ihre Fluͤgel überall un—
gehindert ausbreiten zu können. Sie wull nicht bald künst⸗
lich aufgepeitscht, bald eingedämmt werden. Und die A—
beiter werden schließlich die Technik und die Produktions⸗
verhältnisse nach ihrem Willen äinrichten, gerade deshalb,
weil die Technik sie zur mächtigsten Klasse macht und hr
Willen die Forderung der Technik ausdruckt.
Ja, sie tun das schon jetzt durch die Revolution.
Aber deshalb sind auch die auf dieser Ueberzeugung
beruhenden Ideen der Arbeiter, insofern sie darauf
heruhen, alle wahr. Denn wenn die Wirklichkeit den M
beitern recht gibt und der Besitz an den Produktionsmitteln
gemeinschaftlich wird, dann sind auch alle hre darauf hin
zielenden Ideen, in so fern sie darauf hinzielen, richtig,
und die ihrer Geguner, die das nicht wollen, unrichtig
Wenn einmal der Grund und Boden und die Maschinen
allen gehören, dann ist es Recht, daß dem so ist, und die
Auffassung derer, die das wollten, ex wies sich als wahr
je mehr sich die Wirklichkeit diesem Zustand uahert, um so
wahrexund, richtiger ist die Idee des Proletariats
über Recht, um so falscher, um so meht mit der Wirklichke
im Widerspruch die Auffassung ihrer Gegner. Und so steht
es auch mit ihrer Politik. Wenn die Ärbeiter durch die
Technik zur stärksten Klasse au Zahl, an Organisatione, an
materieller Kraft werden müssen, dann sind hre politischen
Anschauungen, die das zum Ausdruck bringen, auch wahr,
und die der Gegner, die sich dem widerseben, falsch
Wenn der Sozialismus der Arbeiterklasse eine Forde—
rung der Technik ist, wenn ohne ihn die Produktion sich
nicht weiter entwickeln kann, sondern zum Stillstand kom—
men oder den größten Teil der Menschheit zur Sklaberei
und Untergang führen muß, wie sich jetzt, 1921, schon
deutlich herausstellt, dann ist auch die Sutlichkeit des Pro—
letariats, insofern sie sich auf dieses Ziel bezieht, die
richtige.
Weil der Sozialismus nur durch die gesellschaftliche
Entwicklung der Produktivkräfte und durch die Beherr⸗
schung der Naturkräfte kommen kann, weil die Krafte der