37
die möglichen Folgen der Erfindung meistens nicht
voraussehen.
Sahen die Erfinder der ä ᷑ö—a ja, sehen
sogar jeßzt die Erfinder der gewaltigen Technik unserer
Zeit den Klassenkampf zwischen Arbeit und Kapital, den
hre Erfindungen immer mächtiger entfesseln und immer
schärfer zuspißzken? Sehen sie die sozialistische Gesellschaft,
die mit durch ihre Erfindung entstehen muß? Der Wensch,
sogar der gemilste, blieb bis jeßt blind für das Werden
der Gesellschaft. Zu seinen Taten wird er durch gesellschaft—
liche Bedürfnisse gezwungen. Unter dem Kapitalismus
waren ihm diese Bedürfnisse, wenn auch unklar, so doch
bekannt, aber ex wußte nicht, wohin die Befriedigung der
Bedurfnisse die Gesellschaft führen würde. Er wurde von
den gesellschaftlichen Kraͤften beherrscht. Er lebte im Reich
der Notwendigkeit.
Erst in einer kommunistischen Gesellschaft, wenn die
Produklionsmittel gemeinsames Eigentum sind, wenn sie
bewußt angewandt und beherrscht werden, erst dann wird
der Rensch nicht nur die gesellschaftlichen, ihn zu seinem
Handeln zwingenden Kräfte und, Bedürfnisse erkennen,
ondern auch das Ziel, wohin sein Handeln ihn führt, und
die Folgen, die aus seinem Handeln hervorgehen. Jede
Verbesserung der Technik wird größeres Glück, mehr Frei⸗
heil fur die geistige und körperliche Entwicklung zur Folge
haben Keine neue Erfindung wird unvorhergesehene heil⸗
lose Drangsale herbeiführen, sondern jede wird den Indi⸗
biduen die Freiheit zur vollkommeneren Entwicklung brin⸗
gen und damit die Bedingung für das Glück aller Menschen
sortwährend vorvollkommnen.
Freilich, die Produktivkräfte, die materiellen Produk⸗
tionsberhallnisse drängen uns zum Kommunismus, und
auch in der kommunistischen Gesellschaft werden wir von
den Produktivkräften, von der kommunistischen Produk⸗
tionsweise abhängig sein Insofern wird immer das ge—
sellschaftlche SGein den Geist beherrschen, werden wir nie
e fein Aber wenn wir dies nicht mehr blind, passiv er⸗
leiden, wenn wir nicht mehr von der zügellosen Bewegung
der Techmt fortgerissen werden, nicht mehr gleich armen
Zerftreuten Momen“, sondern bewußt als ein Ganzes
rodugieren, wenun war die Folgenunserer ge—
ertfchaftlichen Taken voraussehen, dann
sind wir, un Vergleich zu jetzt, free i, dann sind wir aus
dem düsteren Reich des blinden Schicksals ins herrliche Licht
der Freiheit getreten. Die absolute Freiheit haben wir