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Materieller Fortschritt und Verteilung.
Buch IV.
nutzt werden, uni inehr Güter zu schaffen und da
durch die Nachfrage nach Grund und Boden zu ver-
inehren."
Um ein Beispiel dieser Wirkung von arbeitersparenden Maschinen
und Verbesserungen zu geben, wollen wir ein Land annehmen, wo,
wie in allen Ländern der zivilisierten Welt, der Grundbesitz nur im
Besitz eines Teils des Volkes ist. Nehmen wir ferner eine dauernde
Schranke gegen eine weitere Bevölkerungszunahme an, fei es infolge
des Erlasses und der strikten Durchführung eines perodianischen Gesetzes
oder einer derartigen Änderung in den Sitten und der Moral, wie sie
aus einer ausgedehnten Verbreitung von Annie Besants Flugschriften
sich ergeben könnte. Die Grenze des Anbaues oder der Produktion
sei durch 20 dargestellt. Ländereien oder andere Naturvorteile, die durch
Arbeits- und Kapitalsaufwand einen Ertrag von 20 liefern, werden
also gerade den gewöhnlichen Satz des Lohnes und Zinses ergeben,
ohne eine Grundrente einzuschließen; während alle Ländereien, die bei
einem gleichen Arbeits- und Kapitalaufwands mehr als 20 liefern,
den Überschuß als Rente ergeben werden. Da die Bevölkerung gleich
bleibt, so sollen Erfindungen und Verbesserungen eingeführt werden,
welche den zur Produktion derselben Gütersumme notwendigen Arbeits
und Kapitalaufwand um ein Zehntel ermäßigen. Dann kann entweder
ein Zehntel der Arbeit und des Kapitals frei werden und die Produktion
dieselbe wie vorher bleiben; oder es kann dieselbe Summe von Arbeit
und Kapital beschäftigt und die Produktion entsprechend vermehrt
werden. Aber wie in allen zivilisierten Ländern ist die industrielle Organi
sation so, daß die Arbeit und das Kapital, hauptsächlich erstere, sich zu allen
Bedingungen um Beschäftigung drängen müssen; die industrielle Or
ganisation ist so, daß bloße Arbeiter nicht in der Lage sind, ihren ge
rechten Anteil bei der neuen Verteilung zu fordern, und daß jede Ein
schränkung in der Verwendung von Arbeit zur Produktion wenigstens
im Anfang die Form annehmen wird, nicht jedem Arbeiter dieselbe
Summe von Produkten für weniger Arbeit zu geben, sondern einige
der Arbeiter außer Arbeit zu setzen und ihnen gar nichts von derselben
zukommen zu lassen. Infolge der durch die neuen Verbesserungen ver
anlaßten größeren Leistungsfähigkeit der Arbeit kann jetzt bei dem durch
t8 dargestellten Punkte der Produktivität der Natur ein ebenso großer
Ertrag erzielt werden als vorher bei 20. So würde das unbefriedigte
Verlangen nach Gütern, die Konkurrenz der Arbeit und des Kapitals
um Beschäftigung, die Ausdehnung der Produktionsgrenze, sagen wir
auf t8, gewährleisten, und so würde die Rente um den Unterschied zwischen
\8 und 20 wachsen, während die Löhne und Zinsen der Ouantität nach
nicht größer und, im Verhältnis zum ganzen Erzeugnis, geringer sein
würden. Es würde eine größere Güterproduktion stattfinden, aber die
Grundbesitzer würden den ganzen Vorteil haben (bis auf zeitweilige
Abzüge, die weiter unten besprochen werden sollen).