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sehr wenig Verdienst gelassen, in nicht seltenen Fällen ihnen so
gar Verluste gebracht. Wenn also die St.O.C. gezwungenermassen
die Preise heraufsetzen würde, so würden die ausseramerika-
nischen Produzenten, auch die P. P. A.-G., ihr, von einem schweren
Banne halb erlöst, auf jeden Fall sofort in gleichem Schritte
folgen, wie sie dies auch schon bei den Preiserhöhungen im Flerbst
1905 getan haben. Das Verhältnis bliebe also das gleiche. Der
erhöhte Preis müsste gezahlt werden, und wenn die Preise auch
nur um 2 Pfg. per Liter stiegen, hätte Deutschland alles in allem ge
nommen für dieses Experiment jährlich etwa 23—24 Millionen Mark
mehr zu bezahlen! Diese ungeheure Summe würde allein dem Aus
lande zugute kommen. Ob sie aber von den Amerikanern oder von
ihren Gegnern in die Tasche gesteckt wird, ist für uns gleichgültig.
Ferner kommt hinzu, dass solche Oele einen höheren Prozent
satz an »Kernölen« besitzen. Da diese Kernöle aber infolge ihrer
geringeren Kapillaraktion im Docht weniger gut steigen und des
halb verhältnismässig leicht russen und qualmen, verlangen sie
eine ganz besondere Lampenkonstruktion. Durch die notwendig
werdenden Neuanschaffungen würden jedoch gerade die ärmeren
Schichten der Bevölkerung prozentual am meisten belastet wer
den, ganz abgesehen von dem höheren Preise für das Oel selbst.
Aus dem Gesagten erhellt, dass eine so einschneidende Mass-
regel wie die Erhöhung des Testpunktes sich nur würde recht-
fertigen lassen, wenn der jetzige ungenügend wäre und der vor
geschlagene eine Gewähr für eine nennenswerte grössere Sicher
heit gegen Explosionsgefahr böte. Dies ist nicht der Fall. Sie
aber als Mittel gegen das Vordringen der St.O.C. anwenden zu
wollen, wäre schlechterdings verfehlt.
2. Zolländerungen.
Als ein weiteres Mittel zur Zurückdämmung der Macht des
Trusts hat man Zolländerungen vorgeschlagen. — Gegenwärtig
beträgt der Zoll auf Leuchtöl 6 Mark pro 100 kg brutto und
unter Berücksichtigung der allgemein üblichen Fässertara von
20% 7-5° Mark netto. Die Vorschläge gehen nun dahin:
a) amerikanisches Oel einem höheren Zollsätze zu unterwerfen
als solches anderen Ursprungs. Dies könnte sich aber Amerika
keineswegs gefallen lassen. Wenngleich jetzt ein scharfer Wind
gegen die Trustleute weht und viele Staaten samt dem Präsi
denten (wieder einmal) offenen und unerbittlichen Kampf gegen
sie proklamiert haben, so dürfen sie eine Zollbenachteiligung ihres