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Costarica — Creusot, Le.
5 deutsche Schiffe vou 2330 T.— Wechselkurse
notiert man auf London 8, 30,
60 und 90 Tage, auf Paris 8 Tage uach
Sicht. Warenverkäufe auf 2—3 Monate
Kredit mit oder ohne Bedingung eines
Diskonts von Vs Proz. bei früherer Zahlung.
— Maße und Gewichte find gesetzlich
die metrischen, doch gebraucht man
noch einige alte.
Costarica, Freistaat in Centralamerika,
51,760 qkm (940 QM.) mit (1874)
185,000 Einw. (darunter 5000 civilisierte
reine Indianer, 1200 Neger, 600 Chinesen,
10—12,000 wilde Indianer, auch
Spanier, Deutsche u. a.). Von den ungesunden
Küstenniederungen hebt sich das
Land zu schönen Plateaus. — Produkte:
Inden östlich gelegenen Urwäldern Lurusund
Farbhölzer, Gummiarten, Kork re.;
der hier gebaute Kaffee ist ausgezeichnet,
ebenso der Kakao. — Hauptausfuhrhäfen
sind: Limon und Punta Arenas;
1877—78wurde über erster« für 1,260,000
Mk., über letzter« für 24,8 Mill.Mk. ausgeführt,
davon Kaffee allein 24,2 Mill. Mk.
Andre Exportartikel sind: Häute und Felle,
Ceder», Holz, Kautschuk, Käse, Kupfer,
Kakao, Vanille, Schildpatt, Sassaparille.
Man gewinnt auch Zucker, doch verwendet
man denselben zur Rnmfabrikation (Monopol
der Regierung). — Der Schiffsverkehr
1877 zeigte im Einlauf 111
Schisse (82 Dampfer) von 172,334 Ton.
mit 680 Passagieren; es laufen nämlich
die Dampfer der Pacific Mail Company
monatlich mehrmals in Punta Arenas
an. — Die Eisenbahnen (Alajuela-Hcreda-San
Jose-Cartago 43 km, Limon-Matina
16 km) haben eine Länge von
59 km ; eine Bahn von Limon in die Kaffeedistrikte
ist im Bau. Die Länge der Telegraphenlinien
war 1877: 352 km mit
16 Stationen.—K onsulate hat Deutschland
in San Jose und Punta Arenas.
Banken befinden sich in San Jose': Banco
nacional und Banco Anglo-Costaricense.
— Die Finanzen sind in keineswegs
günstiger Lage; 1880 beliefen sich die Einnahmen
auf 11,2 Mill., die Ausgaben auf
13,8 Mill. Mk. Von der Staats schuld,
welche sich 1880 auf über 25 Mill. Mk.
belief, sind 21,8 Mill. Mk. zum Ban von
Artikel, die unter vermißt we
Eisenbahnen nndandernöffentlichcnBan
ten bestimmt; sic ist in Einstand und Paris
kontrahiert worden, Zinsen aber hat
man darauf nicht gezahlt. Die Aktiva
werden auf 43,7 Mill. Mk. berechnet.
Couillet (spr. kujäh), s. Charleroi.
Conrtray (spr. kurträh), Stadt in der
belg. Provinz Westflandern, an beiden
Ufern der schiffbaren Lys, mit Gent,
Brüssel, Lille, Tournât), Ppern verbunden
durch die Belgische Staatsbahn »nd
die Société Belge; (i878) 26,672 Einw.
Handelskammer, Handelsgericht; Börse,
Banque nationale Succ., Société generale.
— Fabrikation von Spitzen (ca.
6000 Arbeiterinnen), Blonden uild Tafelleinen;
Färbereien. Ails dem Bezirk
wurden 1877: 522 Stück schwere Ackerpferde
nach Deutschland ausgeführt.
Coventry (spr. koww'ntry, Stadt in der
engl. Grafschaft Warwick, an der London
and Northwesteril-Eisenbahn und am Coventrykanal,
welcher Themse, Mersey
und Trent verbindet; (i87i) 39,470
Einw. C. Union Banking Company, C.
and Warwick Banking Company. — Fabrikation
von Seidenwaren (7500 Arbeiter),
Bändern (2600 Arbeiter) und Uhren
(2000 Arbeiter).
Cremona, Hauptstadt der gleichnamigen
ital. Provinz, am Po und der Eisenbahn
C.-Breöcia; (we)27,451 Einw.
Ressort des deutschen Konsuls in Mailand;
Handelskammer; Banca nationale,
Banca popolare. — Lein- und Seidenweberei,
Fabrikation von vorzüglichen Darmsaiten
und Musikinstrumenten (Geigen)
sowie ansehnlicher Handel mit Getreide,
Flachs, Käse, Öl, Wachs.
Crensot, Le (spr. lo krösöh), Stadtim
franz. Departement Saône-et-Loire, an
der Eisenbahn Paris-Lyon; (1876) 15,599
Einw., mit Umgegend 26,432 Einw. —
Großartiges metallurgisches Etablissement
von Schneider ». Komp., das 312 ha einnimmt
und 1874: 15,000 Arbeiter nebst
308 Dampfmaschinen von 19,000 Pferdekräften
besckaftigte. Die im Betrieb stehenden
10 Schächte fördern jährlich 715,000
Ton. Kohle, die das Etablissement allein
verbraucht. Zehn Hohöfen sind im Gang,
wovon acht daö Rohmaterial verarbeiten
de», sind unter K nachzuschlagen.