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III. Das Leben des Buddha.
bezwingung der Regen (der sie befruchtet), Wissen ist mein Joch
und mein Pflug, Bescheidenheit ist mein Pflugsterz, Verstand die
Spannstange, Nachdenken meine Pflugschar und mein Treibstock.
Ich bin rein an Körper und Geist, mäßig im Genuß; ich spreche
die Wahrheit, um das Unkraut (der Lüge) zu vernichten; Mitleid
ist meine Ausspannung. Anstrengung ist mein Zugvieh, das mich
zum Mrvünu bringt; es geht, ohne sich umzuwenden, nach dem
Orte, wo es kein Leid mehr gibt. So ist mein Pflügen, und seine
Frucht ist die Unsterblichkeit; wer so pflügt, wird frei von allem
Leid." Da schüttete der Brahmane Xrsibbaraäväsa Milchreis in
eine goldene Schale, reichte sie dem Herrn und sprach: „Iß, o Gau-
tama, den Milchreis. Ja, du bist ein Pflüger; denn du, o Gau-
tama, vollführst ein Pflügen, das als Frucht die Unsterblichkeit
trägt."
Bon sonstigen Bekehrungsgeschichten werden noch aus dem sech
zehnten Jahr die Bekehrung eines menschenfressenden Riesen, aus
dem neunzehnten die eines Jägers, der Buddha töten will, weil
er ein Stück Wild aus der Schlinge befreit hatte, aus dem zwan
zigsten die des berüchtigten Räubers Angulimäla erwähnt, der
in den Dbsragätbä8 mit eigenen Versen erscheint.
Im zwanzigsten Jahre wurde, wie erwähnt, Änanda zu Bud
dhas persönlichem Begleiter ernannt. Mit diesem Jahre schweigt
die südliche Tradition ungefähr vierundzwanzig Jahre ganz. Wohl
weiß sie noch von einzelnen Ereignissen zu berichten, aber eine
chronologische Reihenfolge wird nicht mehr innegehalten. Die nörd
liche Tradition verlegt ins sechsundzwanzigste Jahr den Abfall des
vsvaäatta und drei Jahre vor den Tod des Buddha die Zer
störung von Kapilavastu. So wenig wir über diese vierundzwanzig
Jahre, die in stiller Gleichförmigkeit verflossen sein werden, wissen,
um so ausführlicher ist der Bericht über die letzten drei Monate
von Buddhas Leben. Er findet sich in dem Mabäparinibbäna-
sutta des Dighanikaya, einem alten, in wundervoller Sprache
geschriebenem Texte. Es wird dort erzählt, daß Buddha einen
Krieg des Königs Asätasatru mit den Yrjjis von Yaisäli ver
hinderte, indem er dem Abgesandten des Königs dringend abriet,
Krieg anzufangen. Nach einigen unwichtigeren Ereignissen zog er
dann nach Pstaligrawa, das eben von Ajätasatm befestigt und
zur Stadt Pätaliputra erhoben wurde. Buddha prophezeite die
zukünftige Größe der Stadt. Von hier zog er nach Vaiiäh, wo
die schon erwähnte Begegnung mit Ambapäli und den Liccbavis