VI. Die Geldwirtschaft
11
Das Verhältnis zwischen Vorzugsaktien und Stammaktien ist
meist 1:1.
Es gibt verschiedene Arten von Vorzugsaktien,
a) “guaranteed stock’’, bei dem wie bei den Vorzugsaktien der
Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft die Verpflichtung besteht,
die Dividende nachzuzahlen, wenn in einem Jahre keine Divi-
dende bezahlt ist (kumulative Dividende). Dieser Fall ist nicht
die Regel;
b) “preference stock”, ohne kumulative Dividende. Hier gibt
es wieder den besonderen Typ des‘“redeemable preference stock”,
d. h. Vorzugsaktien, die zu einem bestimmten Termin einzu-
lösen sind. Diese Form wird von den Gesellschaften dann ge-
wählt, wenn man hofft, daß vorübergehend hohe Zinssätze
nicht von Dauer sein würden.
Vorzugsaktien, die, wie unsere Ausgaben, ein Recht auf Zusatz-
dividende im Falle einer Gewinnverteilung auf die Stammaktien
gewähren (participating stock), sind nicht üblich.
2, Geldanlagen und Bankverkehr
Die LM S bedient sich zur Abwicklung ihres Geldverkehrs mit
den Dienststellen und ferner zur Durchführung ihrer Geldanlagen
und ihres Kapitaldienstes einer Reihe von Privatbanken. Die Bank
von England wird nicht in Anspruch genommen. Sie kommt für den
Geldverkehr mit den Dienststellen übrigens schon deshalb nicht in
Betracht, weil sie keine Zweigstellen unterhält.
Die Beträge an Kasse und Bankguthaben und die Geldanlagen
in Wertpapieren erreichen bei den englischen Gesellschaften einer-
seits wegen der Liquiditätsbedürfnisse, andererseits infolge der
Reserven eine erhebliche Höhe.
In den Bilanzen der englischen Eisenbahnen für 1925 sind aus-
gewiesen in runden Ziffern:
Kasse und Bankguthaben. . ,...
Geldanlagen in Wertpapieren
Sonstige Geldanlagen .
107 Millionen £
2140 Millionen RM.