54 B. Buchführung und Rechnungsstellung im einzelnen
Die Karte (hier Stock-Sheet genannt) zeigt ähnliche Eintragungen
wie bei der LM S, nur nicht die Einträge für Mindestund
Höchstbestand. Es gibt hier auch Karten, bei denen eine
Reihe von Sortennummern zusammengefaßt ist.
Eine sehr wesentliche Erweiterung des Systems liegt aber
darin, daß die Abschlußziffern der Karten jährlich in ein Verzeichnis
nach Sorten gebracht werden, so daß am Schluß des
Jahres (also einmal im Jahre) eine Übersicht über die Betriebsvorräte
auch nach Mengen vorliegt.
Powersmaschinen werden hier in ähnlicher Weise wie bei uns
zur Verrechnung der Materialbeschaffung, nicht aber für die Verrechnung
des Materialverbrauches (siehe Seite 52) benutzt.
Die Preisbestimmung erfolgt in der Hauptstelle, was bei den
kleineren Verhältnissen, die bei der GW bestehen, leichter möglich
ist. Es wird auch hier danach getrachtet, möglichst lange
dieselben Preise beizubehalten. Für die Kosten der Lagerverwaltung
wird ein unmittelbarer Zuschlag auf die Abgabepreise bei
Abgabe an die anderen “Departments” verrechnet.
Für die Bilanzaufstellung werden am Ende des Jahres die
Vorräte zunächst nach dem letzten Einkaufspreis bewertet. Hiervon
werden noch 2% % zur Sicherheit abgesetzt.
Durch diese Differenzen zwischen Ausgabe- und Bilanzpreis
werden die Lagerverwaltungskosten gedeckt. Sollten diese Differenzen
hierzu nicht hinreichen, so wird der Saldo auf die Teilrechnungen
nach Maßgabe des dort verrechneten Stoffverbrauches
verteilt und dort verrechnet. Eine dauernde Reserve entsteht
also auch hier nicht.
IV. Buchung der sonstigen Ausgaben
Die Buchungen über die sonstigen Ausgaben, soweit sie noch
nicht geschildert sind, entstehen im wesentlichen durch die Verbuchung
der Rechnungen. Wie auf Seite 41 ff. ausgeführt, werden
alle Rechnungen zentral bezahlt. Sie werden vorher entweder
durch die “Accountants” in der Provinz oder bei der Zentrale unter
die entsprechenden Rechnungstitel verbucht.