Full text: Lenin, Vladimir Ilʹič Ulʹjanov

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1896 folgen mehrere propagandistische Arbeiten (Große Streiks Deters- 
burger Arbeiter 42 000). 
wird V.). auf drei Jahre nach Sibirien verbannt (Gouvernement 
Jenisej). — Broschüre: „Die Probleme der russischen Sozialdemo- 
kratie“ (die häufiger neu aufgelegt wurde, zuersi Genf 1898 mit einem 
Vorwort von P. Axelrod). Pseud.: Iljin. 
erster Parteitag der Russ. Sozialdem. Arbeiterpartei in Minsk. 
21. Januar kehrt V.). aus Sibirien zurück, beteiligt sich an einer Kon- 
ferenz ın Pskov (mit Martov, Struve, Tugan-Baranovskij u.a. m.), wird 
drei Wochen in Petersburg in Haft gehalten und geht ins Ausland. Er 
begründet mit Martov und Plechanov die Zeitschrift „Iskra“ und 
arbeitet an anderen Zeitschriften mit („Zarja“), zuerst in München. 
V.)J. befindet sich mit der Redaktion in London (später in der Schweiz, 
hält Vorträge in der Pariser „Ecole des hautes etudes sociales“. 
1900—1903 in der Redaktion der „Iskra“. In den Zwischenjahren bereitet 
V.)]. mit Plechanov die Vereinigung der vielen gelrennten sozialistischen 
Gruppen Rußlands vor. Entwirft mit diesem ein Parteiprogramm und 
arbeitet ein Organisationsstatut aus, was beides 
im Sommer auf dem 2. Parteitag der Russ. Sozialdem. Arbeiterpartei 
in London nach langen Beratungen und rednerischen Kämpfen ange- 
nommen wird. Danach erfolgt die Spaltung der S. D. PD. in „Bol- 
schewiki“ und „Menschewiki“ wegen des Sireites über das Organisa- 
Honsstatut, das in einer streng zentralistischen Fassung die Mehrheit 
bei der Abstimmung erhält. (Mit „größerem“ oder „kleinerem“ Pro- 
gramm hat die Benennung der Fraktionen nichts zu fun.) 
Auseinandersetzungen mit den menschewistischen Gegnern in mehreren 
Broschüren und Agitation für einen neuen Parteitag, Gründung der Zeit- 
schrift „Vpered“ (Nr. 1 am 22. Dezember 1904) unter der Redaktion 
Lenin und Lunacarsky (Voinov) (lekte Nr. 18 am 5. März 1905). — In- 
zwischen setzte der russisch-japanische Krieg ein. Minister Pleve wurde 
am 28, Juli durch Bombenanschlag gelötet, der Pope Gapon gründete 
regierungsfreundliche Arbeiterverbände, die jedoch unter den Kriegs- 
zuständen in ein radikales Fahrwasser gelangten, der Zar gab am 
25. Dezember nur allgemein gehaltene Reformversprechungen, so daß 
im Januar nach dem Fall von Dort Arthur (2. Januar), die von dem 
KongreB bürgerlicher Revolutionäre für den Herbst 1905 in Aussicht 
genommene aufständische Bewegung schon jest losbrach. Am 
22. Januar zogen Arbeitermassen unter Gapons Führung zum Winter- 
palais, um dem Zaren eine Biltschrift um Linderung der sozialen Not 
und Einführung des parlamentarischen Regierungssystems zu über- 
reichen. Sie wurden mit Salvenfeuer empfangen (Blutsonntag) — Groß- 
fürst Sergei trat an die Spitze der Regierung, wurde aber schon am 
17. Februar durch eine Bombe getötet, große Streiks erschütterten 
das Wirtschafisleben. Am 3. März ging die Schlacht bei Mukden ver- 
loren. Am gleichen Tage kam das Manifest des Zaren heraus, das dem 
Volke neue Segnungen unter uneingeschränkter Anwendung auto- 
kratischer Gewalt versprach. .Mai. Ill. Kongreß der russ. Soz.-Dem. in 
London (I Kongreß der Bolschewiki). — In Genf der „Erste allrussische 
Kongreß“ der Menschewiki. — Die Resolution (Thesen) a. d. IIL Kongreß 
wurde von Lenin verfaßt, die den bewaffneten Aufstand zum Zwecke 
der Durchsekung politisch-wirtschaftlicher Forderungen und die Dik- 
1897 
1903 
1904. 
1905
	        
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