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1914. Lenin (im Gegensab zu den Menschewiki)l. Lenin siedelt nach der
Schweiz über (zuerst Bern, dann Zürich).
September. Konferenz in Lugano.
März. Konferenz der ausländischen Sektionen der R.S.D.P. in Bern.
Ablehnung der Vaterlandsverteidigung, Propagierung des Bürger-
krieges.
5./8. September. Zimmerwalder Konferenz. L. gegen Ledebour. —
3roschüren gegen den imperialıstischen Krieg, Mitarbeit am „Vorboten“,
„Sozialdemokrat“.
u. 1917. Hauptakteur im Bureau der Zimmerwalder-Linken (Keimzelle
der Ill. Internationale).
14. Februar. Eröffnung der russ. Duma. — Streikbeginn von 300 009
Petersburger Arbeitern, Demonstrationen gegen Krieg und Hunger.
24.26. Februar. Einschreiten des Militärs und der Polizei unter An-
wendung der Schußwaffen.
27. Februar (7. März). Meuterei unter der Garnison Petersburgs. —
Dlünderung des Zeughauses. — Befreiung politischer Gefangener.—
Die Revolutionäre bemächtigen sich der Peter- und Paulsfestung. —
Entstehung der Sovjets. — Auflösung der Duma.
11. Marz. Bau von Barrikaden und Straßenkampfe in Petersburg.
Die erste Nummer des Sowjet-Organs „Jzvestija‘“ erscheint. Gemein-
same Sikbung d. Vollz.-Aussch. d. A.- u. S.-Räte m. dem d. Reichsduma.
1./14. März. Es bildet sich die provisorische Regierung unter dem
Vorsiß des Fürsten Lvov. Auswärtiges Miljukow, Justiz Kerenski.
|./14. März. In der Nacht Unterzeichnung der Abdankungsurkunde durch
den Zaren im Salonwagen a. d. Bahnhofe von Pskov. Wiedererscheinen
der „Pravda‘, Mitarbeit Lenins von Nr. 14 an. Revolution in Moskau.
20. März. Verhaftung des Zaren.
8. April. Abreise Lenin’s u. seiner Parteigenossen aus der Schweiz
über Deutschland und Skandinavien.
3./16. April. Eintreffen L.’s u. anderer in Petersburg am Finnländischen
Bahnhof. Empfang durch Ceidse. Palais KSessinskaia wird das Haupt-
Juartier der Bolschewiki.
18. April. Der Kongreß d. A.- u. S.-Räte nimmt eine Resolution f. d.
Achtstundentag an.
21. April. Demonstration der Räte gegen die bürgerlichen Minister.
Abbruch der Konferenz d. Bolschewiki in Petrograd.
1. Nr Erste öffentliche Maifeier in Rußland. Befehl Nr. 1 der A.- u.
5.-Räte.
5. Mai. Die Reichsduma tritt zusammen. Bildung des Koalihons-
Ministeriums. Aufforderung d. A.- u. S.-Räte zur Aufnahme der Arbeit.
14./15. Mai. Internationale Kundgebungen d. A.- u. S.-Räte.
22. Mai. L’s. Rede a. d. I. Konferenz d. A.- u. B.-Deputierten.
3.Juni. KongreB der Sovjets u. d. Vorsiß von Ceidse. — Beginn der
-ussischen -Offensive.
4. Juni. Beginn der Bolschewisten-Herrschaft in Kronstadt.
20. Juni. Gründung eines Zentralrates d. A.- u. S.-Räte zur Kontrolle
der Regierung.
21. Juni. Kerenski wird Ministerpräsident.
30. Juni. Meuterei unter sibirischen Schützen.
3. Juli. Beginn der revolutionären Offensive, Uebernahme der Füh-
rung durch die Bolschewiki und ihre Niederlage. Verbot der bolsche-
wistischen Zeitungen. Zerstörung der Druckereien, Haftbefehle gegen
1917.