Full text: Betriebsorganisation und Betriebsabrechnung

Ähnlich, wenn auch nicht ganz so streng gebunden, ge- 
staltet sich der Ablauf des lohnwirtschaftlichen 
Elementes. Denn hier müssen ja menschliche Kräfte 
bereitgestellt werden. Arbeiterannahme, Personalbüro und 
Wohlfahrtseinrichtungen teilen sich, durch Lehrlingsaus- 
bildung und Anlernmethoden unterstützt, in die Aufgabe, 
für diese Bereitstellung rechtzeitig und zweckgemäß zu 
sorgen. Während der Arbeitsführung wird die Arbeits- 
leistung zum geldlichen Gegenwert, zum Lohn. Die Ar- 
beitsvorgabe sorgt für eine . wirksame Überwachung der 
Leistung, deren Einzelheiten wir später zu betrachten haben. 
In der Lohnabrechnung und -auszahlung und der Ver- 
rechnung der hierfür aufgewendeten Summen auf das Fabri- 
kat findet auch diese Reihe ihr Ende. 
Am verwickelöten sind die Elemente zu behandeln, die unter 
den allgemeinen Betriebsunkosten verrechnet werden 
und die wir zusammenfassend am besten Arbeitshilfsmittel 
nennen. Wir müssen hier stoffliche und geistige Arbeits- 
mittel unterscheiden. Die stofflichen sind die Maschinen 
und Werkzeuge, die Arbeitsvorrichtungen und Transport- 
geräte, kurz die ganze technische Einrichtung eines Be- 
triebes. Ihre rechtzeitige Bereitstellung und dauernde In- 
standhaltung ist eine der wichtigsten Aufgaben jeder Be- 
triebsorganisation, ebenso die Zuteilung der Arbeit auf die 
einzelnen Maschinen und Werkstätten, die sog. Arbeitsver- 
teilung, von welcher wiederum die Einhaltung der Liefer- 
fristen abhängt, weshalb das Terminwesen der Arbeits- 
verteilung zumeist angegliedert ist. 
Von den geistigen Hilfsmitteln ist eins der bedeutendsten 
die richtige Vorkalkulation der Arbeitszeiten oder, wie man 
neuerdings meist sagt, die Arbeitszeitermittlung. Hierzu 
gehört ferner die Schaffung einwandfreier Arbeitsunterlagen, 
Vorschriften für den Arbeiter, Unterweisung für die aus- 
führende Werkstatt und Regelung der Transportorgani- 
sation. Alle Aufwendungen für diese Hilfsmittel sammeln 
sich in der sog. Unkostenbuchführung, die eine genaue Auf- 
teilung der Ausgaben auf das hergestellte Fabrikat vorzu- 
nehmen hat.
	        
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