Full text : Betriebsorganisation und Betriebsabrechnung

ist; zeitraubende Rückfragen sind dann die Folge, da die
Bewertung mit richtigen Preisen unbedingt zuverlässig sein
muß, um zu richtigen Selbstkostenergebnissen zu gelangen.
Einheitliche Vorschriften für die Bezeichnung sämtlicher
vorkommenden Stoffe und Teile müssen daher herausgegeben
 und dem Lager, der Werkstatt, der Materialbewertung
 und der Nachkalkulation bekannt gemacht werden.
Den schematischen Gang der Materialbewertung wie der
Lohnabrechnung, zu der sich manche Parallele ergibt, zeigt
Abb. 27 an einem Flußlaufbild der Material- und Lohnwerte
 einer Fabrik.

Grundlage der Lohnverrechnung bilden die Akkord- und
Lohnzettel, die ebenfalls vom Arbeitsbüro aus in die Faprik
 gelangen. Die Quittung über die entnommene Leistung
bildet hier die Unterschrift des Meisters oder des Reyisionsbeamten
 über die einwandfreie Ablieferung richtiger Arbeit,
Die so gegengezeichneten Akkord- und Lohnzettel müssen
gleich den Materialzetteln von der technischen Einheit, hier
also den Arbeitsstunden und -minuten, auf den Geldwert
umgerechnet werden; dies geschieht im Lohnbüro.
Das Lohnbüro. Gleich der Materialbewertungskartei
in der Lagerbewertung befindet sich im Lohnbüro eine Bewertungskartei
 der verschiedenen Arbeiten bzw. eine Aufstellzng
 über die tariflichen Stundensätze der einzelnen
Arbeiter. Die Multiplikation der Arbeitszeiten, wie sie auf
den Akkordzetteln . vorgegeben sind, mit diesen Stundensätzen
 ergibt den Lohnaufwand jedes einzelnen Akkordes
in Geld.
Die Technik der Lohnauszahlung sei hier nur kurz gestreift.
 Zunächst werden sämtliche Lohn- und Akkordzettel
nach Arbeitern sortiert und die in der Lohnperiode fertiggestellten
 Akkorde jedes einzelnen Arbeiters auf seiner
Lohnsammelkarte addiert. Die Gesamtzahl der abgearbeiteten
 Stunden wird mit den gestempelten Stunden der
Arbeiterkontrolilkarte verglichen und hierauf der Lohnbetrag
in Geld ausgerechnet. Eine Lohnliste vereinigt werkstättenc)

 Die Lohnabrechnung
            
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