antwortet, daß wir nichts besseres tun können, als hier wörtlich
zu zitieren:
„1. Um sich überhaupt über die Größe der Unkosten klar
zu werden, muß eine laufende sorgfältige Sammlung aller
Ausgaben stattfinden, die in das Gebiet der Unkosten fallen.
2. Um die so gesammelten Zahlen zweckmäßig verteilen
zu können, muß jene Sammlung von vornherein systematisch
nach ganz bestimmten Gruppen getrennt erfolgen.
3. Um späterhin bei einem Einzelvorgang in der Kalkulation
den der Wirklichkeit möglichst nahekommenden Anteil
an Unkosten einrechnen zu können, muß für jede Unkostengruppe
eine Bezugsgröße bestimmt werden, die so beschaffen
ist, daß ein gewisser Bruchteil von ihr für jenen
kalkulatorisch zu verarbeitenden Einzelvorgang von Bedeutung
ist,“
Die Unkostensammlung und Kontierung.
Um alle Unkostenaufwendungen an einer Stelle sammeln
zu, können, müssen sie leicht als solche erkennbar, also von
den direkten Aufwendungen auf den ersten Blick zu unterscheiden
sein. Wie ermöglicht man dies? Man bedient sich
auch hier der schon vielfach erwähnten Betriebssymbole,
also etwa bestimmter Nummern, die sofort von den Auftragsnummern
abstechen müssen. Dieses erzielt man leicht
durch Wahl einer andern Stellenzahl, und es ist in der
Praxis meist üblich, die Auftragsnummern, welche zunächst
direkte Aufwendungen sammeln, fünfstellig, die sog.
Unkostennummern vierstellig zu wählen. Bei stets wiederkehrenden
Belegen, die sowohl für Aufträge, wie für Unkosten
in Umlauf gesetzt werden können, also in erster
Linie bei Material- und Akkordzetteln, kann man die Unterscheidung
noch weiter erleichtern, indem man für die Unkostenbelege
eine besondere Farbe wählt: Im Gegensatz
zu den fortlaufenden Auftragsnummern genügt für die Unkostenbelege
eine immer wiederkehrende Gruppe von Nummern,
man spricht daher auch von den sog. festen Unkostennummern.
Nun ist aber zweierlei interessant, was man sofort jedem
Unkostenbeleg ansehen will: Welche Art von Unkosten
ist entstanden und wo sind diese Unkosten entstanden? Um