läßt lediglich die betreffenden Positionen der Stückliste
und des Akkordauszugs vom Nachkalkulator abhaken und
die Gesamtheit der Material- und Akkordzettel zu je einer
Summe addieren.
Die Nebenkosten. Außer diesen Hauptkostenarten
treten freilich meist noch sog. Nebenkosten auf, die eben-
falis in der Nachrechnung dem Auftrag belastet werden
müssen. Dies sind Kosten für Verpackung und Frachten,
besondere Einrichtungen und Sonderwerkzeuge, Modelle
und Versuche, sofern sie im Betrieb für einen Auftrag nötig
waren. Eine Reihe mehr kaufmännischer Nebenkosten
schließt sich an, die auch in reinen Fabrikationsbetrieben
meist nicht fehlen, nämlich Provisionen, Lizenzen, Reisen
und Umsatzsteuer. Sie sind sämtlich bar oder nach ihrem
prozentualen Verhältnis einzusetzen; als Unterlage dienen
die Originalrechnungen oder abgerechneten Betriebsaufträge
für Sonderwerkzeuge und Modelle, die Frachtbriefe für die
Frachtkosten, die Reiseabrechnungen und Provisionsgut-
schriften.
Die Rückstellungen. Eine vorsichtige Betriebs-
leitung wird wissen, daß häufig unvorhergesehene Zwischen-
fälle besondere Kosten verursachen, die dem Auftrag zur
Last fallen. Trotz sorgfältigster Kontrolle können falsch
bearbeitete Teile an den Kunden gelangen, Reklamationen
können die Entsendung eines besonderen Monteurs zur
Folge haben, Reisen und Nacharbeiten lassen sich niemals
gänzlich ausschalten. Ein abgerechneter Auftrag vermag
also auch noch Nachleistungen zu verursachen, denen eine
gewissenhafte Nachkalkulation unbedingt Rechnung tragen
muß, Dies geschieht durch das Einsetzen besonderer Rück-
stellungen für Nachleistungen und Garantien in der Nach-
kalkulation jedes Auftrags. Die Höhe dieser Rückstellungen
kann nicht der rein kaufmännischen Nachkalkulation über-
lassen bleiben; sie ist für jeden Auftrag oder für jede
Erzeugnistype von der Geschäftsleitung festzusetzen. Wird
sie später nicht benötigt, so verbessert sich das Abrech-
nungsergebnis des Auftrags, im andern Falle ist man vor
der unangenehmen Überraschung bewahrt, nachträglich nicht
einkalkulierte Geldausgaben aufwenden zu müssen.
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