Für die übrigen statistischen Meldungen lassen sich theo-
retisch keine Termine nennen. Naturgemäß kommen sie
in kleinen Betrieben rascher als in großen zur Kenntnis
der Leitung. Immerhin wird man sagen können, daß die
monatlichen Gesamtunkosten eines Betriebes völlig auf-
geteilt nach Arten und Kostenstellen, auch für Großbetriebe
spätestens um die Mitte des folgenden Monats, höchstens
wenige Tage später fertig ermittelt und statistisch bekannt-
gegeben sein müssen. Wenige Tage darauf hat die monat-
liche Erfolgsrechnung zum Abschluß zu gelangen.
Offenheit. Schließlich sei noch eins erwähnt: Man
hüte sich vor überflüssiger Geheimniskrämerei bei der Hand-
habung der Statistik. Selbstverständlich müssen in jedem
Betriebe entscheidende Zahlen geheim gehalten werden,
um nicht der Konkurrenz bekannt zu werden. Die aller-
meisten Einzelzahlen jedoch werden nur zu dem Zweck er-
rechnet, um von den interessierten Stellen erfaßt und ver-
arbeitet zu werden, nicht um in geheimen Kurvenblättern
oder Ziffernbüchern zu verschwinden. Man kann viele
Betriebe finden, in denen es erstaunlich ist, wie wenig die
technischen Leiter und Betriebsingenieure selbst von dem
ziffernmäßigen Arbeiten ihrer eigenen Fabrik wissen. Das
ist falsch. Geheimhaltung mag oft gut sein. Hier ziemt
die größte Offenheit gegenüber allen vertrauenswürdigen
Mitarbeitern. Jeder Meister und Betriebsassistent soll die
wichtigsten Unkostenziffern seiner Werkstatt und Abteilung
kennen, die Lohnsummen, die Umsätze und die durch Fehler
nötigen Mehraufwendungen. Nur eine solche Offenheit und
Kenntnis erzieht die einzelnen Menschen zu einer Verant-
wortung und Arbeitsfreude bei der Mitwirkung an dem
letzten Ziel, den eigenen Betrieb so wirtschaftlich wie mög-
lich arbeiten zu lassen.
Besonders bedarf es einer lückenlosen Bekanntgabe aller
Erfahrungen bei der Arbeitsführung und Betriebsabrechnung
an die Arbeitsvorbereitung. Die Vorkalkulatoren sollen die
Nachkalkulationen aller Aufträge kennen lernen, um aus
ihnen neue Erfahrungen zu schöpfen. Das Fertigungsbüro
zoll aus ihnen lernen, ob die von ihnen entworfenen Be-
triebseinrichtungen zweckmäßig gearbeitet haben oder nicht.