Full text : Betriebsorganisation und Betriebsabrechnung

Preisgestaltung auch nur der schlechtesten Konkurrenz
gewachsen wäre.
Der Fertigungsplan. Den Ausgangspunkt aller
weiteren Arbeiten bildet der Fertigungsplan (Operationsplan),
 der eine schriftliche stichwortartige Beschreibung
der ganzen Auftragserledigung darstellt. Er gibt an, wo
der Werkstoff abzuholen und wohin er zu leiten ist, welche
Arbeitsgänge und Arbeitsstufen die einzelnen Teile durchzumachen
 haben, in welchen Werkstätten, auf welchen Maschinen,
 mit welchen Werkzeugen und Vorrichtungen der
einzelne Mann zu arbeiten hat. Ferner nennt er bei jedem
Arbeitsgang den notwendigen Zeitbedarf oder die geldlichen
Lohnkosten, für die die Arbeit hergestellt, und schließlich
die Erledigungszeit, innerhalb derer jeder Arbeitsgang beendet
 sein muß. Die beiden letzten Bedingungen werden
wiederum von zwei Unterabteilungen des Arbeitsbüros,
nämlich der Arbeitszeitermittlung oder Betriebsvorkalkulation
 und dem Maschinenbesetzungs- oder Terminbüro geregelt.
 Wir sehen aus diesem Aufgabenkreis, daß zur
Aufstellung des Fertigungsplanes ein Zusammenwirken aller
Stellen des Arbeitsbüros untereinander, wie auch mit dem
Konstruktionsbüro, dem Einkauf und der Werkstatt uner-'\äßliche
 Vorbedingung ist.
Die Arbeitszeitermittlung. Wie weit der Fertigungsplan
 für ein Werkstück unterteilt werden soll, bleibt
gewöhnlich der Betriebskalkulation überlassen, da mit jeder
Unterteilung eine besondere Arbeitszeitvorgabe verbunden
zu sein pflegt. Je maschineller eine Herstellung ist und je
häufiger sich die Fertigung des gleichen Teils wiederholt,
desto weiter geht man in der Unterteilung des Fertigungsplans.
 Denn diese große und mühevolle Vorarbeit lohnt sich
nur dann, wenn die gleiche Fertigung oft wiederkehrt.
Wertvolle Vorarbeit für alle diese Fragen hat der Reichsausschuß
 für Arbeitszeitermittlung (Refa) geleistet, dessen
Arbeitsergebnisse für Deutschland als klassisch gelten
können und auf denen daher im folgenden durchweg gefußt
wird.
Das schematische Beispiel eines Fertigungsplans und
seiner Unterteilung gibt Abb. 10. Der Arbeitsgang um-
            
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