dene Arbeitsstufen auszuführen, z. B. das Bohren und Aus-
reiben eines Werkstücks, durch Umschalten der Maschine
auf andere Geschwindigkeiten usw. Wesentlich ist, daß sie
am Werkstück keine Bearbeitungsmerkmale hinterläßt. Auch
sie kann je nach der Art der Operationen Maschinen- oder
Handzeit sein.
Bei Serien- und Massenfertigung entsteht natürlich die
Stückzeit so oft, wie Werkstücke hintereinander bearbeitet
werden, beim Drehen von 100 Bolzen z. B. 100 mal. Die
Einrichtezeit dagegen entsteht für jeden geschlossenen
Arbeitsgang nur einmal; denn so groß die Serie auch sein
mag, die Maschine braucht nur einmal für sie hergerichtet
zu werden.
Wie bei allen technischen Vorgängen, so ist auch bei
der Bearbeitung stets mit Verlusten zu rechnen, ja hier,
da der Träger des Vorgangs stets der Mensch ist, in weit
größerem Umfang als etwa bei der Berechnung der Leistung
einer Dampfmaschine. Dementsprechend treten zu allen er-
mittelten Zeiten, seien sie durch Beobachtung oder durch
Berechnung gewonnen, Zeitzuschläge, die man als Verlust-
zeiten bezeichnet. Diese Zuschläge, die dem Arbeiter für
Verzögerungen, kürzere Betriebsstockungen, Gespräche mit
Vorgesetzten, persönliche Bedürfnisse zugebilligt werden,
schwanken natürlich je nach Art des Betriebes, ja sogar
örtlich sehr stark. Bei Frauen und in ländlichen Gegenden
müssen sie höher sein als bei einer hochwertigen Fach-
arbeiterschaft, die in Industriestädten an straffe Disziplin
gewöhnt ist.
Zeitstudien. Die Beobachtung der Hand-, Neben-
und Einrichtezeiten, soweit diese nicht nach reiner per-
sönlicher Erfahrung festgesetzt werden, was stets bedenklich
ist, geschieht durch sog. Zeitstudien. Ein besonderer Zeit-
studienbeamter verfolgt mit einer Stoppuhr den Arbeits-
vorgang bis in alle Einzelheiten. Hier kann es bei Massen-
fertigung nützlich sein, die Beobachtungszeiten bis auf
die Griffelemente zu unterteilen, ja die eigentliche Kenntnis
von dem Ablauf dieser Elemente wird meist erst durch
Zeitstudien gewonnen.