behalten. Der Durchschlag des vorgegebenen Akkordzettels
wird in das Fach des betreffenden Arbeiters gelegt. So
sieht man sofort, welche Arbeit ihm bereits vorgegeben
ist, und kann verhüten, daß sich mehrere Akkordzettel bei
einem Arbeiter sammeln, was die Überwachung der Arbeit
außerordentlich erschweren würde. Rechtzeitig hat der
Meister alle Arbeitsunterlagen für den nächsten Auftrag
anzufordern und die Hilfsmittel heranschaffen zu lassen;
pausenlos muß der Arbeiter fertigen können. Das bedeutet,
daß jeweils bereits das Material, die Werkzeuge, die Zeich-
aungen und Akkordzettel für den nächsten Auftrag sich an
seinem Arbeitsplatz befinden, so daß er nur nach ihnen zu
greifen braucht.
c) Arbeitsüberwachung und Meisterwesen
Der Meister muß frei sein zur Überwachung der Fabri-
kation. Das stolze Wort „Meister“ muß seinen Sinn be-
halten: meisterliche Arbeit abliefern ist seine Aufgabe, er
darf kein Schreibknecht der Organisation noch ein Nach-
hetzer der Liefertermine sein. Er hat dauernd seinen Ma-
schinen- und Werkzeugpark im Auge zu halten und auf ein-
wandfreie Arbeit seiner Leute zu achten. Bei großen
Stückzahlen in der Serienfertigung sowie bei kostbaren
Arbeitsstücken hat er schon nach den ersten Teilen eine
vorbeugende Revision vorzunehmen, ob die Arbeit ordnungs-
mäßig erfolgt, damit nicht unnützer Ausschuß entsteht. Für
Disziplin und Pünktlichkeit innerhalb seiner Meisterei muß
er sorgen. Unterstützt wird er dabei durch Stempeluhren,
die der Arbeiter bei Beginn und Beendigung der Arbeitszeit
zu stechen hat, und zwar morgens nach dem Umkleiden,
abends vor dem Waschen. Die Stempeluhren sollen sich
daher niemals am Fabriktor, sondern stets unmittelbar neben
der Meisterstube befinden.
Die Auftragsüberwachung. Das Fortschreiten
der einzelnen Arbeitsgänge wird am besten durch Zeit-
stempeluhren überwacht, welche mit dem Akkordzettel bei
Beginn und Beendigung des Akkordes sowie bei jeder
Arbeitsunterbrechung zu stechen sind. Diese Zeitstempler
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