Full text: Betriebsorganisation und Betriebsabrechnung

auch auf das Fabrikat verrechnet werden müssen, — und 
in kapitalintensiven Betrieben nehmen sie einen ungeheuren 
Raum ein, — hilft man sich mit schlüsselmäßigen Auf- 
teilungen, die wir unten näher kennen lernen werden. 
Die eben genannten Kostenarten werden von der 
Betriebsabrechnung dem Erlös gegenübergestellt und er- 
geben so den Betriebsgewinn oder Betriebsver- 
lust (Abb. 24). Mit diesen einfachen Begriffen kommen 
wir jedoch nicht aus, sowie wir in die inneren Vorgänge der 
Betriebsrechnung hineinleuchten. 
Von größtem Interesse ist nämlich zu wissen, welche 
Kosten die einzelnen Aufträge erfordern und wie teuer die 
einzelnen Abteilungen einer Fabrik arbeiten. Jeder Auftrag 
muß daher einzeln untersucht werden können, und da 
kommen wir mit der Einteilung nach Kostenarten nicht 
aus. Die Auftragsnummer selbst bietet uns die Möglichkeit, 
alle für ein bestimmtes Fabrikat entstehenden Kosten zu 
sammeln; in der Selbstkostenrechnung bezeichnen wir daher 
die Auftragseinheiten, die unter einem bestimmten Betriebs- 
symbol zusammengefaßt werden, als Kostenträger. 
Dies können demnach sowohl ganze Anlagen sein, die in 
einer Fabrik hergestellt werden, wie z. B. Turboaggregate, 
oder kleinere Fabrikate bis herunter zum Einzelteil, falls 
uns dessen Selbstkosten im einzelnen interessieren. 
Um rechnerisch die Arbeitsweise der einzelnen Werkstätten 
verfolgen zu können, müssen wir uns auch diese als kosten- 
mäßig zusammengefaßte Einheiten vorstellen, deren Auf- 
wand wir auf irgendeine Weise statistisch oder buchhalte- 
tisch sammeln. Diese Einheiten nennt man, da sie meist 
örtlich abgegrenzte Begriffe darstellen, Kostenstelfen. 
Dreherei, Schmiede, Kraftzentrale, Betriebsbüro sind solche 
Kostenstellen; aber sie brauchen nicht immer derartig scharf 
örtlich umgrenzt zu sein. Uns können z. B. die Betriebs- 
kosten sämtlicher Krane innerhalb einer großen Fabrik 
interessieren oder der Aufwand, den ein umfangreicher 
Fuhrpark verursacht. Auch derartige Einheiten nennen wir 
folgerichtig Kostenstellen, wenn sie auch örtlich nicht zu 
umgrenzen sind.
	        
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