Object: Sittlichkeit in Ziffern?

Über den „Wert“ der Unehelichen. 
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treibung. Ils font cela, non seulement pour des raisons d’ordre 
moral, mais dans leur interet de grands industriels. HI leur faut 
des races de mineurs, il leur faut des races d’ouvriers metallur- 
gistes129b_ In solchen Fällen vermögen also nicht nurschlechte, 
scndern auch erfreuliche Arbeitsverhältnisse eventuell zur Ent- 
stehung unehelicher Geburten beizutragen. 
Zur Beurteilung der höheren Sterblichkeit der Unehelichen 
ist es freilich tunlich, sich die Tatsache vor Augen zu halten, 
daß wir es im Durchschnitt bei ihnen mit einem im Vergleich 
zu dem der ehelichen Eltern niedrigeren Alter der Mutter 
sowie des Vaters, folglich mit einer größeren Häufigkeit von 
Erstgeburten und auch deshalb schon von vornherein mit 
zarteren Kindern zu tun haben1%, Trotz allem soll nach den 
ärztlichen Aufzeichnungen bei der früheren militärischen 
Musterung in Deutschland zwischen Unehelichen und Ehe- 
lichen an militärischer Brauchbarkeit keinerlei Unterschied ge- 
funden worden sein131 
120b Maria V6rone in der Diskussion des Vortrags von Berth6lemy 
L’Avortement, facteur de depopulation de la France. (Comit& National 
d’Etudes, Paris 1926, fasc. 300, 306, p- 25.) 
130 Von den Londoner Fabrikmädchen sollen schon mit 21 Jahren wenig- 
stens ein Viertel Kinder haben (Collet, p. 43). Über das ungeregelte Leben 
derselben Schicht in Berlin wird Ähnliches berichtet. (Otto von Leixner, 
Soziale Briefe aus Berlin 1888—18gı1, Berlin 189x, Pfeilstücker, S. 123.) 
13ı Hugo Meisner, Rekrutierungsstatistik, im Archiv für Rassen- und 
Gesellschaftsbiologie, 6. Jahrg., 190g, S. 64. „Für die Zeit der Erwerbs- 
tätigkeit spielen körperliche Konstitution und Berufswahl eine wichtige Rolle, 
Für die männlichen Unehelichen ist aus den Aufzeichnungen der früheren 
militärischen Musterung kein Unterschied gegenüber den Ehelichen zu er- 
kennen. Zurückstellungen fanden häufiger aus sozialen Gründen statt.“ 
(C. Keller, Besprechung über Hugo Schröder, Das Problem der Un- 
ehelichen (2. c.), im Archiv für Soziale Hygiene und Demographie, Bd. I, 
Heft 3 (1926), S. 219.) Auch Spann erkennt an, daß nach seinen Be- 
obachtungen „bei den Unehelichen die Rasse in körperlicher Hinsicht eine 
bessere sei‘ und nur soziale Ursachen die hohe Sterblichkeit der Un- 
zhelichen bedingen.
	        
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