Die Grundlage
des Lohnes.
lichen Gesetzentwürfe würde einen
Gesamtbetrag von 2779 Millionen
Mark ergeben.
Nimmt man die Zahl der Ver:
sicherten jetzt und in der Vorkriegs:
zeit mit 18 Millionen Arbeitnehmern
an, so ergibt die jährliche Belastung
je Kopf des Versicherten nach der
nunmehr in Betracht kommenden
Belastung rund 150 Mark, während
in der Vorkriegszeit (1913) rund
58 Mark auf den Kopf des Ver:
sicherten entfielen.
6. Vergleicht man die so gefunde-
nen Ziffern mit der Friedensbelas-
tung, so erhält man folgendes Erz:
gebnis:
Die Friedensbelastung be:
irug nach den Angaben des Reichs:
arbeitsministeriums für das Jahr
1913 1102 Millionen Mark; zu dieser
Ziffer hat man jedoch, um die Ver:
3leichsbasis für das Jahr 1925 zu ge:
winnen, noch einen vom Reichs-
arbeitsministerium auch damals
nicht mit eingerechneten Betrag von
50 Millionen Mark aus der Knapp-
schaftsversicherung hinzuzurechnen,
so daß für das Jahr 1913 eine Belas-
zung durch Beiträge der Wirtschaft
von 1182 Millionen Mark festzu:
stellen ist. Bei der Berechnung der
Gesamtsoziallast einschließ-
ich der öffentlichen
Mittel für das Jahr 1913 ist die:
‚em Betrage von 1182 Millionen
Mark noch ein Betrag von 58 Millio-
ıen Mark hinzuzurechnen, die als
deichszuschüsse zur Invalidenver-
üicherung damals in Frage kamen;
‚omit ergibt sich für das Jahr 1913
ine Gesamtsoziallast einschließlich
ler öffentlichen Mittel von 1240
Millionen Mark.
Es ist mithin eine Steigerung der
joziallast vom Stande des 1. April
‚925 aus gegenüber dem Jahre 1913
n folgenden Prozentsätzen festzu-
stellen:
a) eine Steigerung von 87,9
v. H., soweit lediglich die Bei:
träge ohne öffentliche Mittel in
Frage kommen (nämlich 2221
jetzt gegenüber 1182 im Jahre
1913).
eine Steigerung von 117,6
v. H., soweit die Gesamtsozial-
last einschließlich der Öffent-
lichen Mittel in Frage kommt
(nämlich 2699 jetzt gegenüber
1240 im Jahre 1913.)
IV. Der Lohn und die Arbeitszeit.
a) Der Lohn und sein
System.
Die Produktivität wird durch die
„eistung der menschlichen Arbeits:
xraft ausschlaggebend bestimmt.
Nach dieser Leistung ist deshalb
grundsätzlich die Gegenleistung, der
Arbeitslohn, zu bemessen.
Dazu treten aber noch andere
mitbestimmende Elemente. Die
Produktivität der Arbeit nützt allein
nichts, wenn nicht auch der Markt
für die erzeugten Waren da ist.
Deshalb wird die Lohnhöhe auch
von dem Absatzmarkt wie von dem
Arbeitsmarkt beeinflußt.
Auch als _Produktionskosten:
'aktor kann der Lohn nicht für sich
ıllein gewertet werden. Die Be-
astung der Produktion durch
;teuern, Frachten, Soziallasten, Re:
)arationen, Zinsendienst usw. führt
m Rahmen der durch die Absatz:
‚erhältnisse bedingten Preisgestal-
ung auch zu Rückwirkungen auf
lien Arbeitslohn wie auf den Unter-
ıehmergewinn. Deshalb sind die
‘eststellungen über die derzeitige
3Zelastung unserer Produktions:
costen von unmittelbarer Bedeu
ung für die Gestaltung und Wür-
ligung unserer Lohnhöhe.