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form des Zusammenlebens der Geschlechter für die materielle
Theorie nur dann ein Gegenstand sein, wenn es sich um die
rein wirthschaftlichen Grundlagen der Möglichkeit der Ehe oder
um die Hervorbringungen des Gegentheils der geordneten For
men handelt. Grade dann, wenn man erwartet, dass dio tibor
der materiellen Sphäre gelagerten Beziehungen zu freieren
Gestaltungen gelangen und zu dom, was man jetzt ökonomi
schen Socialismus nennen muss, einen ernsthaft in Betracht
zu nehmenden Kreis von Aufgaben fügen werden, — grade bei
einer solchen Auffassung der Verhältnisse wird man die Tren
nung des Socialökonomischen von dein in einem weiteren Sinne
Socialitären am wenigsten vernachlässigen dürfen, üobrigens
rechtfertigt auch der Gang der jüngsten Geschichte unser
Urtheil; denn der Socialismus hat sich thatsächlich erst zu
einer Lohre von der Wahrnehmung der materiellen Volksinte
ressen entwickelt.
3. Wäre das Wort Socialökonomio verbreiteter, als es wirk
lich ist, so würde dasselbe am geeignetsten sein, die Theorie
von den materiellen Grundlagen der socialen Beziehungen zu
bezeichnen, da ja der Ausdruck Ockonomie in unserm heutigen
Sinne und im gehörigen Zusammenhänge stets an die Rück
sichtnahme auf die materiellen Existenzgrundlagen erinnert.
So aber wollen wir uns nicht an Wörter binden, die nicht
völlig gangbar sind, sondern die Unterschiede der Sache un
mittelbar ins Auge fassen. Hiebei entgeht uns allerdings der
Vortheil, welchen völlig ausgeprägte und mit einem unzwei
deutigen Wortstcmpel versehene Begriffe für die Verständigung
haben müssen.
Das zugleich Sociale und Wirthschaftliche hat zu verschie
denen Zeiten und im Verlauf vieler Völkergoschichten zu Er
scheinungen geführt, die mit den Thatsacheii unserer Epoche
in gewissen sehr allgemeinen Zügen zusammenstimmen. Die
Menschen haben einander bekämpft, indem sie von dem Triebe
geleitet wurden, ihre politische Stellung und mit derselben
ihre Lebensweise oder ökonomische Macht zu ändern. Sie
haben auch von diesen Bestrebungen vielfach ein deutlicheres
Bewusstsein gehabt und das letztere in besondorn Formuli-
rungen ihrer Ansprüche, in politischen oder gesellschaftlichen
Parteiprogrammen bekundet. Mit den thatsächlichen Verhält
nissen fanden sich auch stets irgend welche Reflexionen über