Full text: Mexico

72 Die einzelnen Wirtschaftszweige ete. 
bedeutete der Staat Hidalgo mit fast 44'/, Millionen Pesos; es 
folgen sodann Durango (80) und Sonora (24), so daß also der 
Schwerpunkt der Erzförderung immer noch im Nordwesten des 
Landes liegt. Aber nicht nur absolut, sondern auch im Verhältnis 
zur Einwohnerzahl und zur Fläche treten die genannten Staaten 
am stärksten hervor, So zeigten die beiden. Ölstaaten zusammen- 
genommen auf 1000 Einwohner eine Förderung im Wert von 
187.292 Pesos, Chihuähua 162.085, Durango 89.110, Sonora 
88.684, Hidalgo 70.744 (Baja California 75.567); auf 1 km? be- 
rechnet ändert sich allerdings die Reihenfolge erheblich, da die 
Weiträumigkeit der nördlichen Staaten sich zur Geltung bringt; 
SO ergaben die Ölstaaten 1796 Pesos; Hidalgo 2127, Chihuähua 
265, Durango 245 (Zacatecas 240, Mexico 407, San Luis Potosi 
228), Sonora 134. 
Die geförderten Erze werden vielfach nicht an Ort und 
Stelle verhüttet, sondern mit Eisenbahnen, Drahtseilbahnen, in 
Karren oder auf dem Rücken von Maultieren an entfernte Ver- 
hüttungsorte oder auch ins Ausland geschickt. 
Die wichtigsten Schmelzhütten im Betrieb waren in 
Aguascalientes, Santa Rosalia in Niederkalifornien, Saltillo und 
Torreon in Coahuila, in Chihuähua, Asarco und Mapimi in 
Durango, Zimapan in Hidalgo, Monterrey in Nuevo Leön, Mata- 
huala und San Luis Potosi in San Luis Potosi, Cananea in 
Sonora und Concepcion de Oro in Zacat6cas. 
Die Berg- und Hüttenwerke sind großenteils in moderner 
Weise eingerichtet, teilweise aber auch recht veraltet, so daß 
noch eine wesentliche Besserung eintreten kann. Die Ver- 
hüttungsmethoden sind naturgemäß recht verschiedenartige, 
aber großenteils modern. Viel gebraucht ist noch immer (trotz all- 
mählichen Rückgangs) der sog. Patioprozeß der Amalgamation, 
den 1557 Bartolome de Medina in Pachuca erfunden hat. 
An manchen Stellen ist die Naturbeschaffenheit des Ortes der 
Ausnutzung der vorhandenen Mineralschätze hinderlich, so in 
Niederkalifornien, wo wegen Wassermangels das Alluvialgold 
nicht gewaschen werden kann, wie etwa im benachbarten 
Sonora; man hat sich deshalb damit zu helfen gesucht, daß man 
den goldhaltigen Sand bei stark bewegter Luft siebt und so das
	        
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