Full text: Dem Reichsverband der deutschen Volkswirte (R. D. V.) zur Feier seines 25jährigen Bestehens zu Berlin im Februar 1927 gewidmet von der Friedrich List-Gesellschaft

1921. Dieser Aufsatz bringt die wertvollste Ergänzung zu unserer stofflichen Dar- 
legung und unserer sysiematisch-polit. Würdigung, welche keineswegs Lists genialen 
historischen Blick herabsetzen soll. Der genannte Aufsatz gibt die beste weil posi- 
tivste Kritik der Stufentheorie Lists, 
42 Nämlich Kapitel IX, X, XI, XVHI; dazu kommen für zolltechnische Pro- 
dleme Kapitel XXII—XXV, 
43 Preisschrift Bl. 27f., 32, 35, 63, 89, 102, 105, 106. 
44 Nationales System S. 260, 267 u. a. 
15 Outlines S. 165, vgl. auch S. 263 „Predominant political power“, S. 168. 
‚English national Economy is predominant‘“, Die sachliche Unterscheidung der 
Suprematiemacht von Amerika als nachstrebender Nation ebenda 166 ff. 
Für den begrifflichen Stand der Outlines ist die Unterscheidung: „an old manu- 
facturing country and an new country just entering into business“ charakteristisch. 
Ebenda S. 226 u. a. . 
46 Vergl. hierzu Salin a. a. O0, S. 6. ; 
47 Nat. Syst. S. 197. : 
18 Ebenda S. 260. 
19 Ebenda S. 465 wird England als Agrikulturmanufakturhandelsstaat bezeich- 
net. Tatsächlich geht es nicht an, diese Behauptung als vollgültige hinzunehmen. 
Der Ursprung der Stufentheorie ist wie schon dargelegt in erster Linie in der poli- 
‘schen Gesamtschau bedingt. Sodann ist sie eine systematische Denknotwendigkeit, 
sie ist das einzige Mittel, auf Grund der politischen Schau ein System zu ent- 
werfen, welches die klassische Theorie als nationale Lehre Englands und als all- 
gemeines Ziel aller Länder bewahrend, zugleich eine dynamische Entwicklungslehre 
Für die anderen Völker einschließt. Schließlich enthält, wie noch darzulegen sein 
wird, die amerikanische Hauptschrift selbst nicht mehr als einen geringen Anfang 
einer begrifflichen Stufentheorie. Damit soll die tiefe Einwirkung der amerikani- 
schen Erlebnisse auf Lists wirtschaftliches Denken durchaus nicht geleugnet werden. 
50 Nat. Syst. S. XVII. 
51 Der Begriff steht hier in einer allgemeinen Bedeutung. „Volksökonomie“ 
nimmt List sonst als eine besondere systematische Disziplin. Vgl. Kapitel XVI 
des Nationalen Systems. 
52 Nat. Syst. S. 18, 325 £f. 
53 Preisschrift Bl. 69. 
54 Zur Geschichte der Stufenlehre vgl. Salin a. a. O. S. 7£., ferner: Hilde- 
srand, „Die Nationalökonomie der Gegenwart und Zukunft usw.“ 1922, S. 3254£. 
55 Nat. Syst. S. 18. 
56 Nat. Syst. S. 325. 
57 Nat. Syst. S. 329. 
58 Hildebrand, Nationalökonomie der Gegenwart und Zukunft usw. Ed. Gehrig, 
t922, S. 58 ff. S. 325. 
59 Es ist wohl notwendig, die ganze Stelle hier folgen zu lassen: „In ökonomi- 
scher Beziehung haben die Nationen folgende. Entwicklungsstadien zu durchlaufen: 
Zustand der ursprünglichen Wildheit, Hirtenstand. Agrikulturstand, Agrikultur- 
Manufaktur-Handelsstand. 
Die Industriegeschichte der Nationen, und keine auf anschaulichere Weise als 
die von England, beweist, daß der Übergang aus dem rohen Zustand zur Viehzucht, 
von der Viehzucht zur Agrikultur und von der Agrikultur zu den ersten Anfängen 
in den Manufakturen und in der Schiffahrt am schnellsten und vorteilhaftesten 
durch den freien Handel mit weiter vorgerückten Städten und Ländern bewerk- 
stelligt wird, daß aber eine vollständige Manufakturkraft, eine bedeutende Schiff- 
fahrt und ein großartiger auswärtiger Handel nur vermittelst Einschreiten der 
Stantsgewalt zu erlangen sind.“ Nat. Syst. S. 260. 
60 Daß List einen hochentwickelten Handel ohne entsprechend entwickelte und
	        
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