Full text: Dem Reichsverband der deutschen Volkswirte (R. D. V.) zur Feier seines 25jährigen Bestehens zu Berlin im Februar 1927 gewidmet von der Friedrich List-Gesellschaft

ausgesprochen; die aber eben nicht einseitige Erkenntinisaufgabe beginnt erst nach 
der Einsicht in die Komplexheit des Problems! . 
104 Oder in den einzigen Aufsätzen L. Sevins einseitig dargestellt. Vgl. L. Sevin 
in Schmollers Jahrbuch 1909 und 1910. 
105 Nur Roscher hat das Zollvereinsblatt wenigstens für die empirische Entwick- 
lung des Zollvereins herangezogen. Vgl. Geschichte der Nationalökonomik. 
106 Die Einheit im Ablauf aller Werke Lists würde in einer parallelen Be- 
handlung der Lehre von den produktiven Kräften zu leisten sein. Hier wäre eine 
kontinuierlich ansteigende Höherentfaltung dieser Idee und damit von Lists geistiger 
Entwicklung zu konstatieren. 
107 Preisschrift Bl. 162, vgl. Bl. 4: „Les nations ne forment pas encore une 
r6publique du globe ... Les temps ne sont pas encore venus . . .“ usw. USW. 
Vgl. Nat. Syst. S. 14£., 189 £. usw. 
108 „Ils ne nous reprocheront pas de vouloir & jamais scinder l’humanite en 
nations sans cesse hostiles entre elles, car nous ne considerons la nationalit& que 
somme un degre pour arriver au cosmopolitisme.“ Ebenda Bl. 162. 
109 Vgl. Preisschrift Bl. ı2: „Il semble que nouvelles inventions materielles 
encore inconnues doivent naitre pour rendre necessaire et possible l’&tablissement 
d’une legislation internationale, de meme que V’invention de la Poudre ä canon 
Etendit & des nation entieres l’Etat. de .paix des villes et des races isol&es. Der 
Gedanke stammt aus dem Academie-Programm Dupins zur zweiten Preisfrage über 
die „Forces motrices“, Den. Beweis, daß List in Paris 1837 auch diese zweite Preis- 
arbeit geschrieben hat, erbringen die von Prof. Salin publizierten Briefe Lists 
über seine literarische Tätigkeit in Paris. 
110 Preisschrift, Bl. ı1, Nat. Syst. S. 256 u. a. 
111 Vgl. Outlines S. 219f., S. 165. 
112 Preisschrift Bl. 26. 
1183 Nat. Syst. S. 257: „Normalmäßige Nation“, und „Normale Nationalität“. 
Die Preisschrift enthält keinen entsprechenden Terminus, aber die gleichen sach- 
lichen Voraussetzungen für die Wirksamkeit des Schutzsystems werden gefordert. 
Vgl. Bl. 22 £. Die Beschreibung Englands als nation predominante vgl. Bl. 25{f., 
doch sind in der Preisschrift die geographischen Voraussetzungen für die Normalität 
nicht ausdrücklich angeführt; aber Kleinheit des Territoriums, des Binnenmarktes, 
der Bevölkerung u. a. werden als Hindernisse aufgeführt; zudem sind kleine Staa- 
ten von der Entwicklung zur vierten Stufe hier wie in den anderen Schriften aus- 
geschlossen. 
114 Nat. Syst. 5.24. 
115 Nat. Syst. S. 36. Von den italienischen Städten heißt es: „Nur eines fehlte 
dem Lande, um zu werden, was England in unseren Tagen gewor- 
den ist, und weil es dieses Eine nicht besitzt, geht ihm alles andere wieder ver- 
loren; es fehlt ihm die Nationaleinheit und die daraus entspringende Kraft.“ 
Vgl. Bruno Hildebrands Kritik, welche der gegebenen Auffassung des Nation- 
begriffes als nicht-national und nicht-historisch beitritt. („Die Nationalökonomie der 
Gegenwart und Zukunft“, Ausgabe 1922, S. 61): „Wer behauptet, daß alle Län- 
der der gemäßigten Zone schon immer hätten danach streben sollen, das zu wer- 
den, was England in unseren Tagen geworden ist, wer Italien im Mittelalter, 
Deutschland zur Zeit der Seeherrschaft der Hanse, Holland, Frankreich usw. nach 
demselben Maßstabe beurteilt, dessen Lehre muß nicht nur als durchaus unhistorisch, 
sondern auch als ebenso kosmopolitisch bezeichnet werden wie das ganze 
Smithische System.“ 
Hildehrand übertreibt; selbst das Nationale System hat andere echt historische 
Prinzipien. Zudem kennt H. weder die Outlines noch, was einigermaßen (1848!) 
überrascht, irgendwelche Arbeiten Lists aus den Jahren 1813—46. 
116 Vgl. ZVBl. 1844, S. 126: „Alle großen Nationen alter Kultur haben ganz 
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