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essen-Vertretungen! Dieser Zuschnitt steht auch wesentlich
der Erfüllung einer andern Forderung im Wege, die uner
läßlich ist, wenn unseren Handels- und Gewerbekreisen
wirklich Nutzen erwachsen soll, der Forderung nämlich, daß
unsere Repräsentanten zu den führenden Männern des
Handels und der Industrie des Landes in ständige Be
ziehungen treten und diese Beziehungen gesellschaftlich und
freundschaftlich pflegen. Die Anbahnung und Kultivierung
eines solchen Verkehrs nimmt allerdings, von manchem
andern abgesehen, viel Zeit in Anspruch. Aber diese Zeit
muß gefunden werden, man muß diesen Männern nahe
sein und ihnen den Puls fühlen können, wenn man über
die Erscheinungen des fremden Wirtschaftsorganismus ohne
Verspätung und mit Nutzen für die Gesamtheit unterrichtet
sein will.
Wir müssen auf dem Gebiet der wirtschaftlichen
Interessenvertretung des Reiches im Ausland neue Formen
finden und sie mit einem Inhalt füllen, dem frisches Leben
befruchtend entsprießt. Am besten unabhängig von der
Tätigkeit des Konsulardienstes, müßten „wirtschaftliche Ab
teilungen“ — ohne Ansehung der Kosten, die sich reichlich
bezahlt machen würden — organisiert und mit Männern der
kommerziellen und industriellen Praxis, erforderlichenfalls
auch mit erprobten Volkswirtschaftlern ausgerüstet werden.
Diese „wirtschaftlichen Abteilungen“ müßten, wie oben er
wähnt, in geziemender Fühlung mit den maßgebenden
Männern des fremdländischen Gewerbefleißes — in den
Vereinigten Staaten würde man überall freundliches Ent
gegenkommen finden — bemüht sein, alle ökonomischen
Vorgänge und alle technischen Neueinrichtungen mit Gründ
lichkeit zu prüfen. Sie hätten in ständigem Kontakt mit den
jeweiligen Bedingungen und Bedürfnissen unserer heimischen
Produktion und unseres heimischen Handels zu arbeiten