Die Marxsche Werttheorie und die Umwandlung
des Mehrwertes in Profit.
$ 1. Die Umwandlung des Mehrwertes in Profit und des Profites
in Durchschnittsprofit.
Marx hatte im ersten Band des «Kapital» vor allem die
Beziehungen zwischen Mehrwert und jener besonderen
Form von Kapital dem «variablem» (Lohn-) Kapital unter-
sucht; im dritten Bande hat er, um eine größere Genauig-
keit zu erlangen, die Beziehungen zwischen Mehrwert und
gesamtem verauslagtem Kapital (von dem das variable nur
einen Teil darstellt) untersucht. Er sagt:
«Die Rate des Mehrwerts gemessen am variablen Ka-
pital heißt Rate des Mehrwerts: die Rate des Mehrwert ge-
messen am Gesamtkapital heißt Profitrate... Was den ein-
zelnen Kapitalisten angeht, so ist klar, daß das einzige, was
ihn interessiert, das Verhältnis des Mehrwerts... zu dem...
vorgeschossenen Gesamtkapital ist: während ihn das be-
stimmte Verhältnis dieses Ueberschusses zu... den beson-
deren Bestandteilen des Kapitals nicht nur nicht interes-
siert, sondern es sein Interesse ist, sich blauen Dunst über
dies bestimmte Verhältnis... vorzublasen». 2)
Und kurz darauf:
«... der Mehrwert selbst erscheint nicht als Produkt der
Aneignung von Arbeitszeit, sondern als Ueberschuß des
Verkaufspreises der Waren über ihren Kostpreis, welcher
letztere daher leicht als ihr eigentlicher Wert (valeur intrin-
s6que) sich darstellt, so daß der Profit als Ueberschuß des
Verkaufspreises der Waren über ihren immanenten Wert
erscheint». ?)
1) Das Kapital, Band III, Seite 18.
2) Das Kapital, Band III, Seite 18.
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