Full text : Das Viehversicherungswesen im Deutschen Reich

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versichert  worden  ist,  die  Gesammtsumme.  mit  der  die  Thiergattung.
:u  welcher  das  verendete  oder  verkaufte  Thier  gehörte,  versichert  war.
dividirt  durch  die  Stückzahl  der  in  der  Police  oder  in  den  Policenachträgen ­
  als  versichert  bezeichneten  Thiere  dieser  Gattung.  Der
durch  diese  Berechnung  gefundene  Betrag  ist  als  diejenige  Summe
zu  betrachten,  mit  welcher  das  Thier,  für  welches  Ersatz  zu  leisten
ist  versichert  war."
Diese  Art  der  Festsetzung  der  Maximalentschädigung  sur  nicht
nach  Signalement  und  Taxe  versicherte  Thiere  ist  ähnlich,  wie  bei
den  andern  oben  behandelten  Gesellschaften.  Wie  klein  unter  Umständen ­
  die  baare  Entschädigung  werden  kann,  beweist  folgendes
Beisvicl:  Ist  ein  Viehstand  von  20  Stück  Rindvieh  im  Ganzen  versickert ­
  mit  6000  Mk..  also  durchschnittlich  300  Mk.  das  Stück  und
entbält  Thiere  von  200—400  Mk.  Werth,  so  wird  im  Verlustsalle
kür  ein  Thier  von  200  Mk.  Werth  75%  von  200  —  150  Mk.,  für
ein  solches  von  400  Mk.  Werth  aber  nur  75%  von  300  —  225  Mk.
Entschädigung  gegeben  d.  h.  sür  letzteres  56.25  %  des  Werthes  statt
75  oi  während  doch  die  Prämie  voll  für  400  Mk.  bezahlt  war.  —
Weitere  25%  der  Entschädigungssumme,  also  25  %  von  225  —
50  25  Mk  werden  für  die  Reste  gekürzt.  Es  bleiben  demnach
178  75  Mk  'Nettoentschädigung  d.  h.  44.69  %.  Zum  Theil  würden
diese'  Uebelstände  vermieden  werden  durch  ein  correktes  Verhalten
des  Versicherten,  wenn  er  nämlich  Thiere  von  so  verschiedenem  Werthe
nicht  in  einer  Gesammtzahl.  sondern  nach  Signalement  und  Taxe
® lU  ^m^entsprechend  betrug  der  geleistete  Schadenersatz  der  Säch.
sischen  Viehvcrsicherungsbank  im  Jahre  1873*)  für
„andere  Pferde"  47,9%,
Rindvieh  56,7%
ber  durchschnittlichen  Versicherungssumme,  was  einer  Prämie  von
61/  bezw  5%  bei  vollem  Schadenersätze  entsprechen  wurde.
20 (31g  kann  noch  folgendes  contrete  Beispiel  mitgetheilt  werden:
Die  Regulirung  eines  Falles**),  in  welchem  von  3  bei  der
Sächsischen  Diehversicherungsbank  seit  9  Monaten  mit  zusammen
300  Thlr.  versicherten  Stieren  der  eine  verendete,  zeigt  folgende
eínSgclb,  Jßrämic,  $orto  unb
Nachversicherung  pro  rata  des  verendeten  Thieres  i  Thlr.  2  Gr.
Thicrarzt.  Diäten  0  „  20  „
Fuhrwerk  zu  dessen  Abholung  dem  Stationshaller  3  „  20  „
Telegramm,  Porto  —~~
Summa  15  Thlr.  12  Gr.
à  21.  Dezember  1874  fiel  der  eine  Stier  und  im  Januar  1875
erklärte  die  Bank,  da  im  Monat  Dezember  so  viel  Unglücksfälle  für
38.
            
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