Object: Essays of Benjamin Franklin

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Die Verstaatlichung der Bergwerke. 
Wie die organische Staatsidee die Unterordnung des 
einzelnen zum Wohle der Gesamtheit verlangt, ebenso 
muß in ihrem Geiste die Heiligkeit der Arbeit, die An 
erkennung des geringsten Menschen als eines vollberechtigten 
Mitgliedes der menschlichen Gesellschaft verlangt werden. 
Das heißt für unsere Auseinandersetzung: die schikanöse- 
Ausbeutung der Arbeiter, wie durch Wagennullen, über 
mäßig und einseitig bestimmte Schichtdauer, unmotivierte 
Lohnabzüge usw., die den Bergmann als ein willenloses 
und untergeordnetes Wesen erscheinen lassen, werden mit 
Sicherheit nur in den Staatsbetrieben der Zukunft fort 
fallen. Bessere Lebenshaltung wird so einen Streik un 
möglich machen. 
Solchen zu verhüten, hat die Nation hohes Interesse,, 
und sie müßte es tun, selbst wenn große Opfer gefordert 
würden, was aber nicht der Fall ist. Denn nicht allein 
die Bergarbeiter leiden durch den bis aufs Messer geführten 
Lohnkampf. Der nationale Wohlstand kann durch die 
Härte und den Eigensinn der Grubenbesitzer, wie gewiß- 
auch durch den Leichtsinn der Arbeiter, in starkem Maße 
geschädigt werden. Die Einstellung der Kohlenförderung 
muß die Schließung aller industriellen Werkstätten zur 
Folge haben, die bisher die Kraft ihrer Motoren durch die 
Verbrennung der Steinkohlen gewonnen haben. Der da 
durch eintretende Verlust in der Produktion wird seinen 
Einfluß in allen Bevölkerungsschichten geltend machen 
der nationale Wohlstand ist bedroht, da alle Tätigkeit ruht. 
Schon aus dem Grunde, eine solche Kalamität zu ver 
hüten , müßte das Gemeinwesen zum Ankäufe resp. zur 
Expropriation der Bergwerke schreiten, nicht allein der 
Kohlen-, sondern auch der Eisengruben. Denn wenn der- 
Kapitalismus nur aus ersteren hinausgesetzt würde, würde- 
er gar bald die letzteren zu seinem Spielballe machen. 
Ebenso schlimm wie ein Streik ist die Preissteigerung.
	        
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