Full text: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Schrott. und 25° minderwertiger Schrott in Betracht kommen. Im 
einzelnen ergibt sich die prozentuale Aufgliederung des Umsatzes von 
hochwertigem und minderwertigem Schrott bei der dort bestehenden 
Einkaufsgesellschaft aus den nachstehenden Zahlen: 
1924 
1925 
1926 
Jahr 
° Hochwertiger | Minderwertiger 
Schrott Schrott 
X% % 
75 
68 
80 
. 256 
| ® 
20 
Dabei handelt es sich ausschließlich um Zukaufsschrott. Der 
eigene Anfall der Werke ist nicht berücksichtigt. Nach Angaben der 
Schrotteinkaufsgesellschaft Berlin und nach den Akten der früheren 
Eisenhandelsgesellschaft m. b. H. Berlin ergab sich für hochwertigen 
Schrott (Kernschrott einschließlich Stahlschrott) und sonstigen Schrott 
im mitteldeutschen, sächsischen und oberschlesischen Verbrauchsgebiet 
folgendes Anteilverhältnis: 
1913 
1924 
1925 
(109926 
jahr 
Kernschrott 
Sonstige 
Sorten 
% 
% 
56,48 34,52 
66,74 33,26 
65,34 | 34,66 
68.84 31.16 
Der Anteil des geringwertigen Materials am Schrottverbrauch der 
östlichen Werke ist verhältnismäßig groß und begründet sich aus beson- 
deren Verhältnissen. Der deutsche Osten verbraucht weniger KEisen- 
güter als der Westen. Da der Schrottanfall von dem früheren Eisen- 
verbrauch (Altschrottentfall) und von dem gegenwärtigen Eisenver- 
brauch (Neuschrottentfall) abhängt, steht im Osten eine weit dünnere 
Schrottdecke zur Verfügung als in den westlichen Gebieten, so daß die 
östlichen Werke gezwungen sind, in größerem Ausmaß auf gering- 
wertiges Material zurückzugreifen. Dazu ist die räumliche Verteilung 
der Industrie im Osten Deutschlands von geringer Dichte, so daß sich 
der Schrottbezug über weite Flächen verteilt und bei entferntem Bezug 
Frachten entstehen, die in ihrem Verhältnis zum Wert des Schrotts es 
doch lohnender erscheinen lassen, aus frachtgünstig gelegenen Gebieten 
auch minderwertigen Schrott heranzuziehen, 
Die restlose Erfassung des minderwertigen Schrottes wird nicht 
immer völlig durchgeführt. Besonders aus einzelnen Teilen Süddeutsch- 
lands und aus den deutschen Küstengebieten Ostpreußens, Pommerns, 
Mecklenburgs, Schleswig-Holsteins wird ein beträchtlicher Teil des An- 
falls an minderwertigem Schrott dem Verbrauch nicht zugeführt. Die 
Gründe sind darin zu suchen, daß in den östlichen Gebieten, abgesehen 
von Oberechlesien. nur wenig Nachfrage nach minderwertigem Schrott 
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