bedacht ist, recht betrachten, dann werden wir
finden, daß die Beweggründe zumindest von
drei Vierteln aller bisher üblichen Verbrechen,
wahrscheinlich noch mehr, beseitigt sind. Und
wenn es auch sicher kein Schlaraffenleben wird,
so wird es doch köstliche Mühe und Arbeit, aus—
reichende Erholung und Freiheit zu frohem Den—
ken und Erleben, zu wirtschaftlichem, wissenschaft⸗
lichem und künstlerischem Schaffen geben. Wie leicht
wird es dann, Künstlern von anscheinend höherer
Begabung durch ausreichende Lebensrenten ein
sorgenfreies Schaffen zu sichern! Wenn da auf
10 Nieten auch nur ein Treffer kommen sollte,
so ist doch damit Großes geleistet.* Man muß
immer auch bedenken, daß durch jede solche Rente
nicht nur die Debetseite der Volkswirtschafts⸗
buchführung belastet wird, sondern auch ein neuer
Konsument entsteht, genug, daß die Rente nicht
Ausgabe, sondern Reizmittel zum Schaffen ist.
Wenn im nächsten Jahre sich unsere Produktion
um 10 Proz. erhöht, so haben wir eben 10 Proz.
mehr unter die Volksgenossen zu verteilen, und
wir machen das auf die einfachste Weise, indem
wir die Verbraucherpreise herabsetzen! Diese
Möglichkeit haben wir durch Rationalisierung und
Ausschaltung des Handels und Abschaffung des
Geldes erreicht! Wir produzieren nicht mehr Un—
nötiges auf Spekulation, sondern genau das, was
verlangt wird, und da wir alle unsere Kräfte
darauf verwenden können, keine für Unverlang⸗
tes verschwenden, darum wirds auch was! Das
ist Wirtschaft; zunächst Volkswirtschaft! Aber
wenn ein Volk anfängt, es vormacht und die an⸗
dern sehn, wie gut es geht, dann machen sies
auch so, und dann *8 héeraus aus der
Weltwirtsch— — —