wirkliche, Völker und schließlich vielleicht die
Menschheit umfassende Leitung der Wirtschaft
das einzige noch fehlende Erfordernis ist. Die
Trusts, die Syndikate, die Kartelle, die Kon—
trollierung riesiger wirtschaftlicher Komplexe
von einzelnen Stellen, gewöhnlich Banken,
aus, die ungeheuren „Vermögen“, also Wirt«
schaftskräfte, in Händen von einzelnen be—
sonders geschickten Wirtschaftern, die immer von
Neuem zeigen, wieviel planmäßig von einer
Stelle aus geleitet werden kann und um wie—
viel gewaltiger eine Organisation ist, je weiter
sie sich über verschiedene Zweige der Wirt—
schaft erstreckt; das alles sind gewiß Sachen,
die man als überaus gefährliche und stellen—
weise geradezu vernichtend wirkende Aus—
wüchse der Privatwirtschaft auffassen kann und
vielfach für das praktische Leben und die dazu
erforderlichen politischen und wirtschaftlichen
Maßnahmen auch auffassen muß, die aber
dennoch, den Handelnden unbewußt, eine neue
höhere Kulturform vorbereiten und zum Teil
schon anbahnen.
Es sind volksorganische Krankheitssymptome,
die dem kundigen Volkswirtschaftsarzt die be—
vorstehende Gesundung sicherlich andeuten
würden — wenn es schon einen gäbe! Ich
möchte nun übrigens, um zu den unvermeid-
lichen nicht auch noch unnötige Befürchtungen
beim Leser zu erregen, gleich sagen, daß mir
die Wehen für die Geburt der Welt wirt—
schaft doch noch nicht gekommen zu sein
scheinen; ich wollte nur die Gesamtbetrachtung
vorher anregen, weil das die Einzelbetrach—
tung in mancher Hinsicht erleichtern dürfte.
Wir beschäftigen uns nun also zunächst
mit der Volkswirtschaft.