48
Die Kontierung.
konto, das Gewinn- und Verlustkonto können ihrer Funktion
nach zur Sammlung der Ergebnisse anderer Konten dienen.
Dem Umfang des Buchungsstoffes eines Kontos nach sind
somit zu unterscheiden 1 ): a) Sonder-, Spezial- oder Partikular
kontenb) Kollektiv- oder Generalkonten, d. h. summarische
Konten. Beide Kontengruppen nehmen primäre Buchungsposten
in sich auf, Buchungsposten als Folge eines Geschäftsfalles;
c) Sammelkonten. Sie dienen sekundären Buchungen, Über-
tragungs-, Verteilungs- und Sammelposten, d. h. Sammelkonten
nehmen die Ergebnisse anderer Konten in sich auf (z. B. Bilanz
konto, Gewinn- und Verlustkonto, Handlungskostenkonto nach
3 a).
4. Der unter 3. angegebene Vorgang ist umständlich. Sein
Zweck, die Vorteile der zusammenfassenden mit jenen einer
zerlegenden Verrechnung zu verbinden, kann auch auf
anderem Wege erreicht werden:
a) Wenn man die Hauptverrechnung auf Kollektivkonten
durch eine ausführliche Nebenverrechnung in einem Neben
oder Hilfskuck ergänzt (Parallele Aufzeichnungen). Die Er
gebnisse beider Rechnungen müssen ziffermäßig überein
stimmen, eine sehr wertvolle Kontrolle beider; z. B. das
kollektive Handlungsunkostenkonto wird ergänzt durch ein
detailliertes Handlungsunkostenönck.
b) Es werden zwei Verrechnungssysteme nebeneinander ge
führt: a) eine zerlegende in dem Spezialhauptbuch und
eine zusammenfassende in dem sogenannten Zentralhaupt
buch (ausführlich später), ß) Oder man vereinigt auf einem
Konto zusammenfassende und spezialisierende Verrechnung
durch Anwendung mehrgliedriger Konten. (Vgl. S. 38.)
Was in der kaufmännischen B. aus Gründen der Übersicht
lichkeit zusammengefaßt wird, soll in Nebenrechnungen zer
gliedert und analysiert werden. Die zergliedernde Verrechnung
der Wertänderungen wird entweder durch Anwendung einer spe
zialisierenden kontenförmigen Hauptverrechnung oder durch
Ergänzung der zusammenfassenden Hauptverrechnung durch
!) Die übliche Unterscheidung zwischen Spezial- und Kollektiv- oder
Sammelkonten ist unrichtig.