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Geldmenge und Waarenpreise.
immer nur unter der Voraussetzung und insoweit
wirklich Geld auszugeben oder Waaren zu kaufen be
reit, als eben diese Verausgabung von Geld oder dieser
Ankauf von Waaren unter den obwaltenden Umständen,
d. h. in dem betreffenden Zeitpunkt und an dem be
treffenden Orte und für die betreffenden Personen, noch
mit einem bestimmten Nutzen oder Vortheil verknüpft
ist^-*), gerade so, wie auf der anderen Seite ja auch
die Geneigtheit Waaren zu veräussern in concreto nie
mals weiter geht, als bis zu dem Punkte, wo eben
diese Veräusserung von Waaren unter den obwalten
den Umständen für die betreffenden Personen noch mit
einem bestimmten Nutzen oder Vortheil verbunden ist,
54) So bemerkt auch schon J. Locke a. a. 0., p. 71: ,,A’o
body lays out bis money in them {commodities) but according to the
use he has of them, and that has bounds.**
Ebenso auch J. Stuart Mill — im Widerspruch mit sei
ner anfänglich aufgestellten allgemeinen Theorie — Principles
p. 318: ,,The amount of purchasing power which a person can
exercise is composed oj all the money in his possession or due to
him, and of all his credit. For exercising the whole of this
power he finds a sufficient motive only under peculiar
circumstances.** Ferner : ,, The i nclinat io n of the mercantile
public to increase their demand for commodities by making use of
all or much of their credit us a purchasing power, depends on their
expectation of profit.** p. 322: „IFhen the state of trade
holds out no particular temptation to make large purchases
on credit, dealers will use only a small portion of the credit-powers.**