fullscreen: Die Deutschen im Auslande

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Jahres 1888, das wird bewiesen durch die leidige Fremdwörter« 
sucht und die unwürdige Modeäsferei. Man sollte die Tröpfe, 
welche ihr Geschäft in französischer Sprache anzupreisen belieben 
und dadurch einen kläglichen Mangel an nationaler Gesinnung 
nicht allein, sondern auch an der von jedem Menschen zu ver 
langenden Bildung verrathen, einfach ihrer französischen Kund 
schaft überlassen; sie würden dann wohl bald von ihren Narr 
heiten geheilt werden I Was die Modeäfferei anbetrifft, so lei 
det an dieser schon von Alters her in Deutschland herrschenden 
Geisteskrankheit nicht allein das schwächere Geschlecht; auch die 
Männerwelt scheint neuerdings von ihr ergriffen worden zu 
sein. Was soll man dazu sagen, wenn deutsche Männer durch 
jene in Frankreich üblichen, überaus geschmacklosen, nach dem 
französischen Prahlhans Boulanger benannten Bärte, ihr Ge 
sicht entstellen I Eine der betrübendsten der vielen auf Mangel 
an Nationalstolz deutenden Erscheinungen ist die lächerliche Vor 
liebe für Fabrikate französischer, englischer, überhaupt ausländi- 
Herkunft, mögen dieselben auch den einheimischen an Güte noch. 
so sehr nachstehen. Wie bereits Ulrich von Hutten die 
ausländische Seide verschmähte und es vorzog, ein aus einhei 
mischer Wolle gefertigtes Wamms zu tragen, so sollte jeder 
Deutsche es als seine Pflicht betrachten, seinen Aufwand und 
Verbrauch möglichst der vaterländischen Arbeit zu Gute kommen 
zu lassen. Es ist wahrlich thöricht, von den Deutschen im 
Auslande Nationalbewußtsein zu verlangen, solange dasselbe 
im Jnlande, wo seine Bethätigung doch nur in den seltensten 
Fällen persönliche Opfer erheischt, noch so wenig ausgebildet 
erscheint. 
Ebenso weit wie der edle, auf Selbstachtung beruhende 
Stolz von prahlerischem Hochmuth und eitler Selbstgefälligkeit
	        
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