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ALTE, OFFENE KAUFLÄDEN
übrigens fast unverändert bis jetzt in vielen Marktorten der
Provinz und auch in einzelnen Großstädten erhalten. Die Ge-
schäfte werden dort selbst im Winter unter den offenen Ar-
kaden getätigt, während der dahinterliegende Raum vornehm-
lich als Lager oder Wohnraum dient.
Abb. 116. Kaufladen unter ‚einer offenen Halle,
Da gewisse Bevölkerungsschichten für den offenen Ver-
kauf der Ware und die hiedurch gegebene schnellere und
bequemere Einkaufsmöglichkeit eine besondere Vorliebe haben
und sich aus dieser Verkaufsform auch für den Verkäufer der
unleugbare Vorteil eines leichteren Kontakts mit dem Publikum
ergibt, so stellen insbesondere in Paris viele Warenhäuser
gewisse für den Volksbedarf bestimmte Waren auf Gestellen
vor dem Laden auf und verkaufen sie an Ort und Stelle.
Im Altwarenhandel ist noch beinahe in der‘ ganzen Welt
diese Handelsform üblich (s. Abb. 117).
Die pompejanen Krämer (s. Abb. 43 u. 115) und Kauf-
leute sorgten in der Weise dafür, ihre Ware möglichst offen