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haltungs- und Vergnügungseinrichtungen, Massenveranstal-
tungen großen Stils, Kongressen usw. verbunden. .
Die Ausstellungen sind in dieser Hinsicht gewissermaßen
als eine Fortbildung der Verkehrsformen der Märkte, ins-
besondere der Jahrmärkte, zu betrachten. Dementsprechend
sind auch die Unterschiede zwischen beiden vielfach recht
fließend geworden und gerade in der neuesten Zeit haben sich
durch das erneute Aufblühen des Messewesens und der mit
ihnen verbundenen Veranstaltungen, besonders seit Ende
des Weltkrieges, manche Unterschiede zwischen Ausstellung
und Messe sehr stark verwischt.
Zwischen der modernen Musterlagermesse bzw. Muster-
messe oder der modernen technischen Messe einerseits und
gewissen Arten von Ausstellungen anderseits ist kaum noch
ein wesentlicher Gegensatz vorhanden. Im allgemeinen hat
man als wesentliche Unterscheidungsmerkmale der Ausstel-
stellungen und der Messen festzustellen, daß die ersteren mehr
gelegentlich als mehr lehrhafte und produktionsfördernde
Veranstaltungen stattfinden, während bei den letzteren die
periodische Wiederholung und der Geschäftscharakter
(der Wareneinkauf und -verkauf) überwiegen, daß die Aus-
stellungen im allgemeinen nur nichtverkäufliche Gegenstände
(in meist nur einem Exemplar jeder Sorte, Type, jedes Mo-
delles usw.) zur Schau stellen, sachlich meist weiteren Rahmen
haben und auf den Besuch breiter Volksmassen, auch der
Verbraucher, rechnen, daß dagegen die Messen die Waren in
größeren Mengen der gleichen Stücke zusammenführen und
zum Teil zum direkten Absatz bringen, daß sie meist auf ein
kleineres Gebiet der Produktion beschränkt sind als die Aus-
stellungen, in der Hauptsache von :Geschäftsleuten besucht
werden usw.
b) Die wichtigsten Ausstellungen,
Die ältesten Ausstellungsarten sind die Kunstausstel-
lungen, namentlich auf dem Gebiete der Malerei und der
Bildhauerkunst; sie sind am frühesten in Rom, Venedig, Paris,
Wien usw. anzutreffen gewesen. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts
hat das Ausstellungswesen auf das Gebiet des Gewerbes
übergegriffen, zunächst des Kunstgewerbes und des neu auf