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FÜRSTENBILDER
Ebenso wie die Dichtkunst wurde auch die Malerei und
Plastik.in den Dienst des persönlichen Lobes der Fürsten
und Feldherrn gestellt. Das alte Ägypten zeigt besonders in den
Pyramiden wie auch in den Ruinen alter Städte gefundenen
Abb. 149. Personenreklame (Ägyptischer König als Held in der Schlacht).
Skulpturen, daß (s. Abb. 149) sich die Herrscher in monumentaler
und das wirkliche Menschenmaß vervielfachter Größe und
ihre Leistungen zur Bewunderung des Volkes künstlerisch darstellen
ließen. Durch die Pyramiden sollte die ganz unschätzbare
und unvergleichliche Bedeutung der Könige gegenüber dem
Volke und der Zeitgeschichte symbolisiert werden. Die römischen
Kaiser übernahmen dieses System, und zahlreiche Denkmäler
und Plastiken auf Triumphbogen und Siegessäulen insbesondere
aus der Zeit des Kaisers Augustus (s. Abb. 150)
haben deren Ruhm für alle Zukunft verbreitet.
Heinrich VIII. ließ den Maler Hans Holbein im Jahre
1537 nach England kommen und sowohl sich wie auch seine
Familienangehörigen von ihm malen. Der burgundische
Philipp ließ den Teppichwirkern in Tournai und Arras
Magazine bauen und gab ihnen Soldatenwachen, um damit für
seine Bestrebungen Reklame zu machen. Karl VII. ergriff