Full text : Entwicklung der Reklame vom Altertum bis zur Gegenwart

FÜRSTENBILDER AUF BRIEFMARKEN
Napoleon Bonaparte nahm den Maler Jacques Louis David
auf seinen Feldzügen mit, und auf diese Weise entstand auch
das berühmte Bild ‚‚,Napoleons Überschreitung des St. Bernhard‘
 im Jahre 1800.
Alle diese Bilder und Plastiken wurden über Auftrag der
Besteller in den Museen und anderen Festräumlichkeiten
öffentlich aufgestellt, um ihre ständige Wirkung auf das
Volk zu erzielen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
war es auch üblich, die Herrscherbilder in den Schulzimmern
Kasernen und Arbeitsräumen der Behörden aufzuhängen.

‘7a

BEN

‘4,

BIO

Abb. 151. Briefmarken zum Zwecke der Personenreklame.

Die Postmarken (s. Abb, 151) gaben ebenfalls ein reiches
Feld für die Personenreklame. Ursprünglich trugen nämlich
die Postmarken, wie es auch natürlich ist, in der Mitte die
Wertziffer und in einer Bordüre den Namen. Beispielgebend ist
hierfür die Postverwaltung des Grafen Thurn und Taxis, die bekanntlich
 in Deutschland die erste war. Auch die ersten Ausgaben
der sächsischen Marken trugen im Jahre 1850 bloß die Wertziffer
 und erst im Jahre 1851 den Kopf des Herrschers, desgleichen
 wiesen die bayerischen Marken vom 1. November 1849
bis zum I. Januar 1867 bloß die Wertzahl und erst von diesem
Datum ab das Wappen des Herrschers auf; ebenso enthielten
die württembergischen Marken ab 15. Oktober 1851 die
Wertzahl und erst ab 22. September 1857 das Wappen. Die
ersten englischen Marken vom Jahre 1840 trugen bereits das
Bild der Königin Viktoria. Später wurde es bald in fast allen
Staaten mit monarchischer Staatsform üblich, das Bild der
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.