Kernpunkt ~ daß, wie groß auch die Fähigkeit zur Gü-
tererzeugung sei, die natürliche Tendenz der Bevölke-
rung dahin gehe, sie einzuholen. George sagt, daß nir-
gends ein Fall vorhanden sei, der diese Theorie stützt, daß
überall das Laster und Elend, das man der übervölke-
rung zuschreibe, auf Krieg, Tyrannei und Bedrückung
zurückgeführt werden könne (II, 2). Er behauptet:
„daß die Ungerechtigkeit der Gesellschaft, nicht die Kargheit
der Natur, die Ursache des Mangels und Elends ist, die die
herrschende Theorie der übervölkerung zuschreibt.“ (II, 4.)
Nach allen Richtungen hin fänden sich die schlagendsten
Beweise dafür, daß die Produktion sowohl als auch die
Konsumtion von Gütern mit noch größerer Schnelligkeit
als die Bevölkerung zugenommen habe, und daß, wenn
eine Klasse weniger erhalte, dies nur wegen der größeren
Ungleichheit der Verteilung der Fall sei (II, 4). Die
Malthufische Theorie sei unvereinbar mit allen Tatsachen:
„Sie ist in Wahrheit nichts anderes als ein willkürlicher
Versuch, den Gesetzen Gottes einen Zustand der Dinge zuzu-
schreiben, der, wie wir schon nach den bisherigen Untersuchun-
gen schließen dürfen, tatsächlich aus den schlechten Einrich-
tungen der Menschen entspringt.“ (II, 4.)
enry George geht davon aus, daß der Grund und
H Boden, die Arbeit und das Kapital die Faktoren der
Produktion seien (I, 2 und III, 1). Es müssen Grund und
Boden vorhanden sein, ehe Arbeit verrichtet werden
könne, und es müsse Arbeit verrichtet werden, ehe Ka-
pital hervorgebracht werden könne. Der Grund und
Boden sei daher die Vorbedingung, das Feld und Ma-
terial der Arbeit. Die natürliche Ordnung sei Grund
und Boden, Arbeit, Kapital, und anstatt das Kapital zum
Ausgangpurntte zu nehmen, müßten wir vom Grund und
Boden ausgehen (I11, 1). Die Grundrente sei der
Teil des Produkts, der den Besitzern von Grund und
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