119
Die Bedeutung des Tausches im ñrbeits- u. lvertbildungsprozeß
ner Arbeit am Mittwoch mit derselben Zahl einsetzen, die
es am Montag hatte, und zwar muß in diesem Wert
der volle Lohn enthalten sein, der erst am Sonnabend
Zur Auszahlung kommen soll. Sonst ist die Bilanz
falsch- denn niemand kann eine Zahlung, die er erst
in einigen Tagen leisten will, als bereits geschehen
eintragen.
Also die kaufmännische Rechnung deckt sich durch
aus mit der richtigen volkswirtschaftlichen Auffassung.
Für den Raufmann ist sein Warenbestand genau so wert
voll wie sein Rassenbestand. Erst nationalökonomische
Tifteleien haben hier aus dem einen Teil einen Lohn
fond gemacht und damit dem anderen Teil gewisser
maßen seinen wert abgesprochen. Gewiß hat eine Ware
erst dann ihren höchsten wert, wenn sie dahin kommt,
wo man sie braucht, aber auf jeder Etappe der Reise
dahin hat sie unter normalen Verhältnissen, d. h. wo
der wertbildende Ronsum als sicher vorausgesetzt wird,
den der Entfernung von diesem Ziele entsprechenden
Wert. Also hat die Arbeit diesen Werten mit jedem
Tage etwas hinzugefügt, und wenn sich der Tausch
von Sache gegen Arbeit vollzieht, erhält letztere nur,
was sie selbst erst gab?)
Selbst bei den großen staatlichen Unternehmungen
Lahnbauten, Ranalbauten usw. kann von einem Lohn
es Man könnte hierbei auf den Gedanken kommen, daß
im Grunde der Austausch von Arbeit gegen Lache auch nichts
anderes sei, als der einer Sache gegen eine andere, nur, daß
es sich im ersteren Falle mehr um ein Tauschversprechen
handelt. Gewiß ließe sich auch auf dieser Basis das Lohn
problem behandeln, und wir würden zu demselben Endresultate
kommen, aber wir würden die Frage dadurch unnötig kom
plizieren. — Die Lohnarbeit ist ein so scharf definierter Be
griff, daß sich sehr gut mit ihm als mit einer abgegrenzten
Dröße rechnen läßt.