Metadata : Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Die  in  Kassel  von  ausgeliehenen  Kapitalien  genommenen  Sporteln ­
  könnten  füglich  auch  ferner  erhoben  und  unter  die  damit
beschäftigten  Personen,  mit  billiger  Einschließung  des  Kriegsraths
Schmincke,  vertheilet  werden.
Geruhen  E.  K.  D.,  ich  bitte  aufs  dringendste,  gnädigst  überzeugt  zu
seyn,  daß  bei  diesem  unterthänigsten  Vorschlage  irgend  eine  Rücksicht ­
  auf  mich  nicht  stattgefunden  hat.  In  Kassel  bezog  ich  jährlich
als  Kriegsrath  mit  200  rf  Zulage  800  rf
als  Director  der  Cabinetscasse  210  „
Sporteln,  doppelte  Portionen  u.  im  Durchschnitt  von
allen  Departements  900  „
überhaupt  1910  rf
Vom  1.  Nov.  v.  J.  an  haben  mir  E.  K.  D.  doppelten  Gehalt  gnädigst
zugestanden,  welchen  ich  indessen  unter  den  eingetretenen  traur.
Verhältnissen  nicht  angenommen  habe  und  niemals  annehmen
werde.  Nur  die  ersten  2  Posten  habe  ich  mit  1010  rf  für  das  Jahr
seither  bezogen  und  ich  will  mit  nichts  mehr  zur  Last  fallen,  da
ich  den  größten  Theil  vom  Jahre  auf  dem  Lande  wohne,  noch
eine  Besoldung  von  des  H.  Landgrafen  Carl  H  D.  beziehe  und  meine
Bedürfnisse  sehr  einzuschränken  gewohnt  bin.
Ich  lasse  mir  jede  Abänderung  gerne  gefallen  und  bin  auch  ganz
zufrieden  damit,  wenn  E.  K.  D.  meinen  Antheil  von  den  Geschäften
einem  andern  übertragen  und  mich  mit  einer  Retraitepension  begnadigen ­
  wollen.  Nur  darum  bitte  ich  aufs  inständigste:  Halten
es  E.  K.  D.  für  völlig  gewiß,  daß  es  noch  ehrliche  Leute  in  der
Welt  gibt.  Höchstsie  müssen  am  besten  davon  überzeugt  sein,
was  ich  für  den  höchsten  Dienst  seit  31  Jahren  gethan  habe.
Niemand  im  Staate  hat  so  wie  ich  mit  eisernem  Fleiße  jeden  Tag
im  Jahre  von  4  Uhr  des  Morgens  bis  um  10  Uhr  des  Abends  gearbeitet; ­
  niemand  ausser  mir  hat  sich  im  vorigen  Jahre  in  die  durch
Rettungsanstalten  für  das  K.  Vermögen  entstandenen  qualvollsten  Lagen ­
  versetzt  gesehen;  u.  niemand  hat  sich  seitdem  l.Nov.  v.J.  Höchstihren
  Geschäften  unter  beständiger  Besorgnis,  Freiheit  u.  Leben  zu
verlieren,  mit  grösserer  Anstrengung  unterzogen,  als  ich.  Gerne  habe
ich  E.  K.  D.  jedes  Opfer  gebracht  u.  aus  unbegränzter  Ergebenheit  u.
verjährtem  Attachement  an  Höchstdieselben  noch  kürzlich  äußerst
vortheilhafte  Vocationen,  welche  mir  die  größten  Annehmlichkeiten
u.  meinen  Kindern  anständigeVersorgungen  sicherten,  ausgeschlagen.
Tödtend  sind  dem  ehrlichen  Manne  die  vielfältigen  Beweise  von
Mistrauen  u.  Gefühle  von  größter  Wehmuth  müßen  ihn  tief  beugen,
wenn  keine  Anstrengung  u.  keinerlei  Befriedigung  sie  gänzlich  zu
entfernen  vermag.“
Unterm  17.  Sept.  1807  bestimmte  ihm  der  Kurfürst  einen  Gehalt  von
jährlich  1200  rf.  Das  war  dieselbe  Summe,  die  auch  Lennep  damals  bezog.
(Marbg.:  Buderus’  Rechnung  1807,  S.  97.)
Daß  auch  der  Rechnungsführer  Lawätz  Gefahren  zu  bestehen  hatte,
geht  aus  einem  Schreiben  hervor,  das  er  am  11.  Mai  1814  an  Buderus  richtete
            
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