fullscreen: Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Die Voraussetzungen der Güiererzeugung. 
selbst liegen mögen, mangelnden Fähigkeiten, Ablenkung durch 
andere Grund- oder Augenblicksstimmungen, sind es äußere, in 
den Mitteln wie der Verfassung der Wirtschaft liegende Be 
dingungen, die sich seiner restlosen Durchsetzung hindernd in den 
weg stellen können. Die Gesetzlichkeit auch dieser Hemmungen 
muß aufgewiesen werden, wenn man das Wesen der Produktion 
völlig klarlegen will, wir werden also nacheinander die 
Voraussetzungen, die Mittel, die Leitung und 
die Hemmungen der Produktion zu betrachten haben. 
V Die Voraussetzungen der Gütererzeugung. 
Die Voraussetzungen der Produktion sind die allgemeinen Be 
dingungen, unter denen sich jeder Produktionsvorgang vollzieht. 
Die Voraussetzungen sind gegeben; sie müssen vom Produktions 
leiter hingenommen und einkalkuliert werden, wir können dabei 
vier Gruppen solcher Bedingungen unterscheiden: natürliche, ge 
sellschaftliche, kulturelle und endlich wirtschaftliche selbst. 
Die wirtschaftlichen Bedingungen, die im Augen- > 
blick wirksam sind, pflegt man als R o n j u n k t u r zu bezeichnen, 
deren Ausnutzung eine der wichtigsten, aber auch schwierigsten 
Aufgaben des Unternehmers ist. Man kann den Ronjunkturbegriff 
noch weiter fassen, ihn als den^ Inbegriff aller derjenigen Be 
dingungen nehmen, die Produktion und Absatz im Augenblick be 
einflussen, also etwa auch Krieg und Frieden einbdziehen. Diese 
wirtschaftlichen Voraussetzungen sind aber weiter verschieden nach 
der jeweiligen geschichtlichen und kulturellen Gesamtlage. Ls ist 
Aufgabe der Wirtschaftsgeschichte, diese historischen Be 
dingungen klarzulegen, zuneigen, wie anders die Wirtschaft 
bei einem Negerstamm auf primitiver Kulturstufe, in einer alten 
verkümmerten Kultur wie in China, im Zeitalter des Feudalis 
mus oder des mittelalterlichen Ttädtetums oder in unserer west 
europäischen Gegenwart sich gestaltet. Selbstverständlich können 
wir aber auch als -,,reine" Nationalökonomcn von diesen histori 
schen Bedingungen nicht absehen; wir setzen eben einfach unsere 
Zeit und unsere Kultur voraus. Dies kommt vor allem darin 
zum Ausdruck, daß wir als Mittel der Produktion neben den 
beiden stets.wirksamen Faktoren Natur und Arbeit als drittes das 
Kapital bezeichnen, wir leben sober lebten) ja im Zeitalter des 
Kapitalismus, das heißt jener Wirtschaftsverfassung, welche die
	        
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