.Die früher erwähnte Anzahl der beschäftigten Arbeiter verteilt
sich auf: J
Grubenarbeiter: 85. 186, und zwar:
Häuer ....
Fördererr..
sonstige erwachsene Grubenarbeiter.
jugendliche Grubenarbeiterr
Tagarbeiter: 87.270, und zwar:
erwachsene Tagarbeiter 32. 809. 6
jugendliche Tagarbeiter 878.
Frauen .. 8.587.2
zusammen. 122.458.9
(Quelle: Statistisches Handbuch der Republik, II, Seite 577.
8 16. Arbeitszeitschutz.
lJ. Allgemeines.
Für den Schutz der Arbeitszeit sprechen hygienische und allge—
meinkulturelle Gründe; die Erhallung der Gesundheil, die Notwen—
digkeit, die verbrauchten Kräfte zu ersetzen, die Erwägung, daß es un—
bedingt notwendig ist, zu vermeiden, daß sich der Arbeiter an körper—
licher und geistiger Kraͤft vollkommen ausgibt und dafür zu sorgen,
daß dem Arbeiter auch für sein Familienleben, für die geistige Er—
holung, für seine Bildung, für die Teilnahme am öffentlichen Leben
angemessene Zeit gelassen werden muß; die Erwägung, daß infolge
der fortschreitenden Spezialisierung die beruflichẽ Tätigkeit vieler
Arbeiter immer mehr an anregender Abwechslung verliert, immer
eintöniger wird und daher auch für eine angemessene Unterbrechung
dieser Tätigkeit zu sorgen ist, werden hier ensscheidend sein. Eine Be⸗
schränkung der Freiheit in der Gestaltung des Arbeitsverhältnisses
wird aus diesen Erwägungen heraus in der Richtung erfolgen müssen,
daß eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung des Arbeitgebers geschaffen
wird, die von ihm beschäftigten Arbeiter nicht über eine bestimmte Zeit
zu beschäftigen und daß diese Verpflichtung, welche dem zwingenden
Rechte angehört, unter Strafe gestellt wird Das Recht des Arbeits—
zeitschutzes wird sich mit dieser Verpflichtung des Arbeitgebers zu be⸗
schäftigen haben; bestimmte Abschnitte der Arbeitszeit werden hier in
Betracht kommen: der Arbeitstäg (Tagesschu'ß) und die Woche
GBochensgsch u tz), Wenn durch ein Geset oder durch eine auf Grund
gesetzlicher Ermächtigung erlassene Verordnung die zulässige Maximal—
dauer der Arbeit an einem Arbeitstage feftgesetzt wird so daß der